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Bundeskanzler Merz hat die Einigung zwischen den USA und Iran begrüßt und US-Präsident Trump zu einem “diplomatischen Durchbruch” gratuliert. Die Straße von Hormus soll laut USA erst am Freitag geöffnet werden.
- Merz gratuliert Trump zu “diplomatischem Durchbruch”
01:55 Uhr
Europäer wollen Wiederaufnahme der Schifffahrt unterstützen
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien sind infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran “entschlossen”, die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen. Das umfasse auch “eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen”, erklärten Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer gemeinsamen Stellungnahme.
“Die dringliche Wiederöffnung der Straße von Hormus mit bedingungsloser und uneingeschränkter Freiheit der Schifffahrt ist unerlässlich”, hieß es darin. Die vier Staaten seien “entschlossen, unseren Teil dazu beizutragen, im Einklang mit unseren jeweiligen verfassungsrechtlichen Bestimmungen”. Mit dem Abkommen öffne sich eine Gelegenheit, die Region und die Weltwirtschaft wieder zu stabilisieren.
01:41 Uhr
Merz: Abkommen muss “zielstrebig” umgesetzt werden
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Einigung zwischen den USA und dem Iran begrüßt und eine “zielstrebige” Umsetzung des Abkommens gefordert. “Die Straße von Hormus muss dauerhaft und uneingeschränkt für die freie Schifffahrt geöffnet werden”, erklärte der Kanzler. “Weitere Verhandlungen müssen in den nächsten Wochen sicherstellen, dass Iran sein militärisches Nuklearprogramm nachprüfbar beendet.” Es dürfe auch keine weiteren Angriffe gegen Israel und andere Nachbarn in der Region geben.
Merz gratulierte US-Präsident Donald Trump zu “diesem diplomatischen Durchbruch” in den Verhandlungen mit dem Iran. “Nun gilt es, das Vereinbarte zielstrebig umzusetzen.” Das Abkommen könne den Weg zu einer Erholung der Weltwirtschaft und einer Stabilisierung der Region anbahnen, erklärte Merz. Die Bundesregierung unterstütze und befördere dafür weiter alle entsprechenden diplomatischen Anstrengungen.
01:05 Uhr
Öffnung der Straße von Hormus erst am Freitag
Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus soll erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Grund dafür seien nötige Arbeiten zur Minenräumung, teilte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.
Danach werde das Öl wieder frei fließen, zugunsten der Region und der ganzen Welt. Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen von einer Öffnung der Meerenge nach einer Unterzeichnung eines Rahmenabkommens am Freitag.
01:41 Uhr
Iran: Abkommen bedeutet Ende der Militäreinsätze
Der iranische Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi sagte in der Nacht im Staatsfernsehen, das Abkommen bedeute “das sofortige und dauerhafte Ende des Krieges und der Militäreinsätze an den verschiedenen Fronten einschließlich des Libanon”. Er erklärte den Iran zum Sieger in dem seit mehr als drei Monaten andauernden Krieg. Die USA und Israel hätten ihre Kriegsziele dagegen nicht erreicht.
00:21 Uhr
Einigung auf Friedensabkommen zwischen USA und Iran
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Krieges geeinigt. Eine Einigung mit dem Iran sei “jetzt vollständig”, erklärte Trump am Sonntag. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine
Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt hatte, verkündete ebenfalls eine Einigung. Diese umfasse eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region einschließlich des Libanon, erklärte Premierminister Shebaz Sharif. Bei einer Reihe von Treffen in den kommenden Tagen sollten Vertreter beider Seiten “die Grundlage für technische Gespräche” legen. Am kommenden Freitag solle das Rahmenabkommen in Genf in der Schweiz unterzeichnet werden.
