Mehr als 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hat Deutschland mehrere während der NS-Besatzung geraubte Kulturgüter an Polen zurückgegeben. Dazu gehören ein historischer Goldring und Eisenbahnmodelle.
Die Bundesregierung hat im Rahmen des Deutsch-Polnischen Forums in Berlin mehrere Kulturgüter an Polen zurückgegeben, die während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg geraubt worden waren. Zu den Objekten gehören eine mittelalterliche Handschrift auf Pergament aus dem 14. Jahrhundert, ein Goldring mit Diamant aus dem 16. Jahrhundert sowie elf Eisenbahnminiaturen aus der Sammlung des Verkehrsmuseums Warschau.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bezeichnetet die Rückgabe als “wichtige Geste der Anerkennung historischen Unrechts”. Außenminister Johann Wadephul sprach von einem Ausdruck gegenseitigen Respekts und bleibender deutscher Verantwortung.
Die Übergabe erfolgte zum 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags von 1991. Die Bundesregierung kündigte an, weitere polnische Rückgabeersuche zu prüfen und die Zusammenarbeit bei der Suche nach NS-Raubgut fortzusetzen.
Kostenlose Zugtickets
Zum Jubiläum des Nachbarschaftsvertrags vergeben Deutschland und Polen zudem jeweils 30.000 kostenlose Interrail-Pässe für junge Erwachsene, um den Austausch zwischen den beiden Ländern zu stärken.

