Bilanz des Verteidigungsministeriums: Mehr junge Menschen wollen zur Bundeswehr

Bilanz des Verteidigungsministeriums: Mehr junge Menschen wollen zur Bundeswehr

Stand: 24.06.2026 • 22:03 Uhr

Der neue Wehrdienst steigert die Zahl der Bewerbungen für die Bundeswehr: Das Verteidigungsministerium hat Bilanz gezogen – und auch Zahlen zum Rücklauf bei den Fragebögen veröffentlicht.

Seit Januar werden junge Menschen, die bald ab 18 Jahre alt werden, von der Bundeswehr angeschrieben und nach ihrer Bereitschaft für einen möglichen Wehrdienst gefragt. Nun hat die Bundeswehr eine vorläufige Bilanz gezogen.

Demnach wurden bis Mitte Juni rund 298.200 Anschreiben verschickt, davon gut die Hälfte an volljährig werdende Männer. Von diesen hätten rund 96 Prozent den verpflichtenden Fragebogen fristgerecht beantwortet.

Mehr als jeder fünfte männliche Befragte habe Interesse an einem Dienst in den Streitkräften signalisiert. Bei ihnen seien bisher 1.500 Musterungen durchgeführt worden, etwa 530 würden für 2026 fest für den Wehrdienst eingeplant, so das Verteidigungsministerium.

Anstieg von Bewerbungen

Das Ziel des neuen Wehrdienstes ist es, mehr Personal für die Bundeswehr zu gewinnen. Unter anderem wurden neue Dienstzeitmodelle eingeführt, außerdem gibt es mehr Geld.

Das scheint sich auszuzahlen. Seit dem Start des neuen Wehrdienstes Mitte Januar verzeichnet die Bundeswehr nach eigenen Angaben einen deutlichen Anstieg bei den Bewerbungen und Neueinstellungen. Im laufenden Jahr seien bislang rund 38.500 Bewerbungen eingegangen. Das sei ein Plus von rund 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Neueinstellungen sei um 13 Prozent auf rund 11.000 gestiegen.

Mit Informationen von Christina Nagel, ARD-Hauptstadtstudio

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