Stand: 30.06.2026 • 16:51 Uhr

Olaf Scholz hat eine neue Aufgabe. Der Ex-Kanzler übernimmt den Vorsitz der neuen Nord-Süd-Kommission. Das Gremium wurde von der Bundesregierung einberufen und soll die internationale Entwicklungszusammenarbeit verbessern.

Der ehemalige Bundeskanzler und SPD-Politiker Olaf Scholz hat eine neue Aufgabe. Künftig leitet er die Nord-Süd-Kommission als Vorsitzender gemeinsam mit Costa Ricas Ex-Regierungschefin Laura Chinchilla.

Nachdem er bei der letzten Bundestagswahl als Kanzler von Friedrich Merz abgelöst wurde, ist Scholz heute weiterhin Mitglied des deutschen Bundestages und vertritt dort die Interessen seines Wahlkreises in Hamburg.

Nord-Süd-Kommission auf Sustainabilty Conference vorgestellt

In dem neuen Gremium soll sich Scholz mit Antworten auf Hunger und Armut in der Welt auseinandersetzen. Rund 20 Mitgliederinnen und Mitglieder gehören der Kommission an, überwiegend aus dem globalen Süden.

Die Kommission wurde heute auf der Nachhaltigkeitskonferenz, die derzeit in Hamburg läuft, offiziell vorgestellt. Nach Angaben des Veranstalters sind dabei rund 1.600 Teilnehmende aus 110 Ländern anwesend, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft.

Scholz: “Viele Länder hochverschuldet”

Bereits zur Auftaktveranstaltung forderte der ehemalige Kanzler vom Welthandelssystem, dass es Ländern erlaubt sein müsse, ihre Rohstoffe auch selbst zu verarbeiten und nicht nur zu liefern. So könnten sie mehr Geld verdienen. Die Co-Vorsitzende Chinchilla verwies zudem auf die fehlenden Zukunftschancen junger Menschen im globalen Süden.

Die Nord-Süd-Kommission wurde von der Bundesregierung einberufen, um die internationale Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern. Vorbild des Ganzen ist ein von Willy Brandt eingesetztes Gremium in den 1970er-Jahren, das sich ebenfalls mit Lösungen gegen die Ungleichheit zwischen dem globalen Norden und Süden beschäftigte.

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