Stand: 01.07.2026 • 13:51 Uhr

Heftiger Regen hat Teile Ghanas und des Nachbarlands Elfenbeinküste überschwemmt, mindestens 24 Menschen starben. Besonders betroffen sind Bewohner von Häusern, die illegal an Wasserläufen gebaut wurden.

Karin Bensch

Ein Kran zieht ein verbeultes Autowrack aus einem überfluteten Kanal. Möbel, Matratzen und Kleidungsstücke liegen vor Häusern ausgebreitet – zum Trocknen. Menschen retten alles, was noch zu retten ist.

Bilder der Nachrichtenagentur Reuters zeigen Aufräumarbeiten in Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Ghana. Gleichzeitig wird noch nach Vermissten gesucht.

Der ghanaische Innenminister, Mohammed Mubarak Muntaka, spricht von den schwersten Überschwemmungen in Ghana seit Jahren: “Es sind nahezu 8.000 Haushalte betroffen. Fast 40.000 Menschen haben ihr Zuhause verloren.” Noch würden einige Menschen vermisst. Mindestens zwölf Menschen seien ums Leben gekommen.

Regierung bewilligt Nothilfe

Die Regierung hat eine Nothilfe in Höhe von umgerechnet rund 17 Millionen Euro zugesagt, um Menschen zu unterstützen und Häuser wieder aufzubauen.

Starke Regenfälle hatten die Überflutungen ausgelöst. Hunderte Menschen saßen in Gebäuden fest. In Accra standen ganze Straßenzüge unter Wasser. Zufahrtsstraßen zu mehreren Stadtteilen waren unpassierbar.

Entwässerung oft mangelhaft

Accra wird während der Regenzeit regelmäßig überflutet. Ein großes Problem in der Hauptstadt ist eine schlechte Entwässerung, deshalb laufen Straßen und Stadtviertel bei Starkregen schnell voll. Zudem gibt es viele illegal gebaute Wohnhäuser in der Nähe von Kanälen und Wasserwegen. Sie sind bei Überschwemmungen besonders stark betroffen.

Auch im Nachbarland Elfenbeinküste haben tagelange Regenfälle Überschwemmungen verursacht. In der Hauptstadt Abidjan kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben.

Die Gefahr ist möglicherweise noch nicht vorüber: Die Wetterbehörde in Ghana warnte vor weiteren Regenfällen in Accra im Laufe der Woche.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *