Die Ukraine ist in der Nacht wieder Ziel von heftigen russischen Luftangriffen geworden. In Kiew wurden mehrere Wohnhäuser und ein Hotel komplett zerstört. Auch aus anderen Städten wurden Angriffe gemeldet.
Mehrere Städte in der Ukraine sind zum Ziel einer außergewöhnlich heftigen Angriffswelle mit russischen Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern geworden.
Aus der Hauptstadt Kiew wurden am Abend und in der Nacht Explosionen gemeldet, nach Behördenangaben gab es mindestens elf Verletzte und ein Todesopfer.
Mehrstöckige Gebäude – darunter ein Hotel – seien in Flammen aufgegangen, einige Wohnhäuser komplett zerstört worden, berichtete das Nachrichtenportal The Kyiv Independent. Demnach setzten die Angreifer Dutzende Raketen und Marschflugkörper ein.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Selenskyj warnte zuvor vor Angriff
Im Bericht des Kyiv Independent war von einer der heftigsten Angriffswellen seit Kriegsbeginn die Rede. Verängstigte Bewohner Kiews suchten demnach in U-Bahn-Stationen Zuflucht. Viele von ihnen hätten dort Zelte aufgeschlagen, um die Nacht vor Luftangriffen geschützt unter der Erde zu verbringen, hieß es.
Auch in anderen Städten der Ukraine – darunter Saporischschja und Pawlohrad im Südosten sowie Sumy und Charkiw im Nordosten des Landes – gab es Berichten zufolge Luftalarm und Explosionen. Informationen zu möglichen Schäden und Opfern gibt es bisher noch nicht.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor einem nächtlichen Angriff gewarnt. Er habe deshalb seinen Aufenthalt in der irischen Hauptstadt Dublin verkürzt, die er zum Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Irlands besucht hatte.