Bei russischen Angriffen auf mehrere Regionen in der Ukraine sind erneut mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In Kiew ist die Zahl der Todesopfer durch die massiven Attacken in der Nacht auf Donnerstag auf mindestens 30 gestiegen.
Einen Tag nach den schweren Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew setzt Russland seine Attacken mit Drohnen und Raketen auf mehrere Regionen der Ukraine fort. Behördenangaben zufolge kamen in der vergangenen durch den Einschlag einer russischen Drohne in ein Wohnhaus in der nordöstlichen Grenzregion Sumy mindestens vier Menschen ums Leben.
Drei Menschen seien durch den Drohnenangriff verletzt worden, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, beim Kurznachrichtendienst Telegram mitteilte.
Auch die ukrainische Stadt Krywyj Rih wurde Ziel russischer Raketenangriffe. Eine Rakete sei in ein dicht besiedeltes Wohngebiet eingeschlagen, wie der Chef des örtlichen Verteidigungsrates, Olexander Wilkul, erklärte. MIndestens sieben Menschen wurden demnach verletzt. Durch die Attacken seien neun Wohnblocks, ein Schulgebäude, ein Unternehmen und mehrere Geschäftsobjekte, Garagen und Fahrzeuge beschädigt worden. Zwei Wohnblocks seien von der Gasversorgung abgeschnitten worden.
Zahl der Toten nach Angriff auf Kiew gestiegen
In Kiew dauert die Suche nach weiteren Opfern nach den schweren Attacken in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag an. Russland hatte die Hauptstadt Angaben des ukrainischen Militärs zufolge mit knapp 500 Drohnen sowie Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern attackiert. Mehrere Wohnhäuser wurden getroffen und teils komplett zerstört, auch ein Hotel geriet durch einen Einschlag in Brand.
Die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 30 gestiegen. Aus den Trümmern zerstörter Gebäude wurden drei weitere Leichen geborgen, wie der ukrainische Katastrophenschutz mitteilte. Mehr als 90 Bewohnerinnen und Bewohner der Hauptstadt wurden demnach verletzt. Laut dem Leiter der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, werden nach wie vor Menschen vermisst. Die Zahl der Todesopfer könne daher noch steigen.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte von einem der folgenschwersten Angriffe auf Kiew seit Beginn des russischen Angriffskrieges gesprochen. Der heutige Freitag wurde zum Trauertag erklärt.