Stand: 09.07.2026 • 09:27 Uhr

Mehrere Regionen in China sind von schweren Unwettern getroffen worden, es gibt viele Todesopfer. Besonders betroffen ist aktuell der Süden, wo ein Damm gebrochen ist. Und es droht bereits der nächste Taifun.

Bei schweren Überschwemmungen in der südchinesischen Region Guangxi sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. Neun weitere werden vermisst, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Grund für die Fluten waren außergewöhnlich starke Regenfälle über mehrere Tage, die der Tropensturm “Maysak” gebracht hatte. Besonders betroffen war die Gegend um Hengzhou, das zur Millionenmetropole Nanning gehört. Dort war es durch die Regenfälle zu einem Dammbruch gekommen.

Zehntausende evakuiert – Lage bleibt angespannt

Der Bruch am Montagmorgen am Liulan-Stausee in Hengzhou in der südlichen Region Guangxi setzte einen ganzen Landstrich unter Wasser, wie Fotos zeigten. Etwa 130.000 Menschen wurden nach offiziellen Angaben evakuiert.

Auch an anderen Flüssen und Stauseen blieb die Lage angespannt. Wie der stellvertretende Bürgermeister Nannings, Ding Wei, erklärte ziehe sich das Wasser allmählich zurück. Straßenreparaturen seien im Gange. In mehr als 60.000 Haushalten sei die Stromversorgung bereits wieder hergestellt.

Mehrere Regionen betroffen – nächster Taifun naht

Die Unwetter hatten in den vergangenen Tagen auch andere Teile Chinas getroffen. Im Nordwesten des Landes starben bei einem Erdrutsch nahe der Stadt Longnan in der Provinz Gansu 21 Menschen. In der zentralchinesischen Provinz Hubei kamen bei schweren Gewittern und einem Tornado mindestens elf Menschen ums Leben.

Die Wetterlage blieb weiter angespannt. Chinas Behörden warnten vor zusätzlichen Hochwasserrisiken durch weitere Regenfälle und den herannahenden Taifun “Bavi”.

In China kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu schweren Überschwemmungen. In diesem Jahr rechnen Meteorologen wegen des Klimaphänomens El Niño mit einem erhöhten Risiko für Extremwetter.

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