Mit dem richtigen Fahrverhalten spritsparend in den Urlaub
Mit Vollgas in den Urlaub? Für den Geldbeutel keine gute Idee. Wer auf ein paar Kleinigkeiten beim Fahren achtet, kann Sprit sparen. Und kommt vielleicht sogar entspannter an.
Sprit sparen – das kann sich gerade in der Urlaubszeit lohnen, wenn die Preise an der Tankstelle hochgehen und lange Strecken mit dem Auto zurückgelegt werden. Die gute Nachricht: Es gibt einige Stellschrauben, an denen der oder die Einzelne drehen kann.
Und zwar wortwörtlich, angefangen mit dem Reifendruck, erklärt Christof Tietgen vom ADAC Regionalclub Hansa: “Im Tankdeckel oder in der Seitenverkleidung stehen die Angaben, wie viel Bar auf den Reifen drauf muss. Daran sollte ich mich halten, vielleicht sogar noch einen kleinen Tick rüber gehen, denn da kann ich bis zu einem Liter pro 100 Kilometer sparen.”
Wenig Balast, neue Ersatzteile
Und auch wer weniger mitnimmt, spart Sprit: 100 Kilogramm Zusatzlast bedeuten einen Mehrverbrauch von bis zu 0,3 Liter. Der ADAC rät auch, Dachboxen und Fahrradträger nach dem Gebrauch wieder abzumontieren. Werden Räder über einer Anhängerkupplung statt auf dem Dach transportiert, biete das Verbrauchsvorteile.
Im Blick behalten sollte man vor der Fahrt Zündkerzen und Motorluftfilter: Diese Ersatzteile sind dem Automobilclub zufolge relevant für den Kraftstoffverbrauch und sollten beizeiten ausgetauscht werden. Auch das Öl sollte regelmäßig gewechselt und hier ein modernes Leichtlauföl verwendet werden.
Elektrische Funktionen ziehen Sprit
Wenn es dann losgeht mit der Fahrt, sollte man die Klimaanlage am Besten auslassen, so Tietgen: “Die verbraucht so bis zu 1,5 Liter auf 100 Kilometer. Da kann ich natürlich gucken, dass ich am Anfang, bevor ich einsteige, erstmal das Fenster aufmache und gut durchlüfte. Dann muss die Klimaanlage nicht gleich am Anfang ganz stark arbeiten.”
Generell beziehen alle elektrischen Verbraucher ihre Energie über den Generator vom Verbrennungsmotor und kosten somit Sprit. Nie sparen sollte man laut ADAC aber an der Sicherheit – heißt: Scheibenwischer, Scheibenheizung und Beleuchtung sollten eingeschaltet bleiben.
Vorausschauend fahren – oder auch gar nicht
Während der Fahrt wichtig: das sogenannte vorausschauende Fahren. Diesen Begriff lernt man schon in der Fahrschule und er bedeutet, so Experte Tietgen: “Dass ich genau den Verkehr im Blick habe. Wenn ich merke, hinten da wird eine Ampel schon rot, dann kann ich natürlich schon mal mit dem Fuß vom Gas gehen. Wichtig ist auch, dass man wirklich versucht, im Verkehr mitzuschwimmen, dass man dieses Bremsen und Gas geben vermeidet.”
Denn Bremsen verbraucht Energie. Auch an Ortsschilder lieber heranrollen, statt abrupt abzubremsen, empfehlen die Expertinnen und Experten. Sparen kann auch, wer den Motor an langen Rotphasen oder Bahnübergängen ausschaltet. Und wer frühzeitig in den nächsten Gang schaltet – eine Faustregel: bei etwa 2.000 Umdrehungen – und erst runterschaltet, wenn der Motor ruckelt oder brummt.
Und: Am meisten spart der, der langsamer fährt – vielleicht sogar langsamer als die Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn, sagt Tietgen: “Wenn ich das weiter runter reduziere auf zum Beispiel 100, dann kann ich natürlich noch mehr Sprit sparen und bin dennoch zügig unterwegs.” Und am allermeisten spart, wer insbesondere kürzere Strecken mit anderen Verkehrsmitteln zurücklegt – und gar nicht erst Auto fährt.