Mit einer Blockade von Öltankern hatte US-Präsident Trump zuletzt den Konflikt mit Venezuela weiter eskaliert. UN-Generalsekretär Guterres rief zur Zurückhaltung auf. Kurz darauf meldeten die USA einen weiteren Angriff.
UN-Generalsekretär António Guterres hat mit Blick auf die Spannungen zwischen den USA und Venezuela vor einer weiteren Eskalation gewarnt. Er rufe “zur Zurückhaltung und zur sofortigen Beruhigung der Lage auf”, sagte sein Sprecher. Guterres äußerte sich nach einem Telefonat mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro, der das Vorgehen der USA als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnete.
Maduro habe die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump verurteilt, “in denen dieser in inakzeptabler Weise behauptete, das Öl, die natürlichen Ressourcen und das Gebiet Venezuelas gehörten ihm”, erklärte Venezuelas Außenministerium. Venezuela hat beantragt, dass sich der UN-Sicherheitsrat mit dem Konflikt befassen soll.
Resolutionen gegen Militäreinsatz scheitern in Kongresskammer
Der Einsatz des US-Militärs gegen Venezuela war auch Thema im US-Repräsentantenhaus. Abgestimmt wurde über zwei Resolutionen, durch die sowohl das Vorgehen gegen Venezuela als auch militärische Schritte gegen “Terrororganisationen” in der westlichen Hemisphäre eine Genehmigung durch den Kongress erfordert hätten. Beide Resolutionen scheiterten knapp.
Seit September greift das US-Militär mutmaßliche Drogenschmuggelboote an. Auch nach dem Appell von Guterres meldete das US-Militär einen weiteren Angriff.

