Im ersten Wahlgang wurde der CDU-Politiker Schulze zum neuen Regierungschef von Sachsen-Anhalt gewählt. Damit folgt der 46-Jährige auf den langjährigen Ministerpräsidenten Haseloff.
Knapp sieben Monate vor der Landtagswahl hat Sachsen-Anhalt einen neuen Ministerpräsidenten. Der CDU-Politiker Sven Schulze wurde im Magdeburger Landtag zum Nachfolger des langjährigen Regierungschefs Reiner Haseloff (CDU) gewählt.
Schulze erhielt bereits im ersten Wahlgang 58 von 97 Abgeordnetenstimmen und damit auf Anhieb die nötige Mehrheit. Das waren zwei Stimmen mehr als die Kolitionsfraktionen CDU, FDP und SPD Abgeordnete haben. Für die Wahl waren mindestens 49 Ja-Stimmen nötig. Mit Nein stimmten 38 Abgeordnete, es gab keine Enthaltungen. Eine abgegebene Stimme war ungültig. Im Anschluss an die Wahl wurde der 46-Jährige vereidigt.
Der 46-jährige Schulze, der auch CDU-Landeschef ist, war bislang Wirtschaftsminister in der Landesregierung. Bis zum Wahltermin soll Finanzminister Michael Richter (CDU) die Administration in Schulzes Wirtschaftsministerium mit übernehmen. Die operativen Aufgaben will Schulze aus der Staatskanzlei heraus selbst bearbeiten.
CDU drohen Verluste bei Landtagswahl
Nach 15 Jahren an der Regierungsspitze war Haseloff am Dienstag als Ministerpräsident zurückgetreten. Der 71-Jährige hatte bereits vor längerem erklärt, zur Landtagswahl nicht noch einmal kandidieren zu wollen. Damit ermöglicht er Schulze, als Regierungschef und nicht nur als CDU-Spitzenkandidat in die Wahl am 6. September zu gehen.
Bei der Landtagswahl könnte erstmals in einem Bundesland die AfD an die Macht kommen: In der jüngsten Wahlumfrage kam die vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei auf 39 Prozent – deutlich vor der CDU mit 26 Prozent.

