Russland bestätigt Trump-Vorschlag zu Waffenpause in der Ukraine

Russland bestätigt Trump-Vorschlag zu Waffenpause in der Ukraine

Stand: 30.01.2026 13:44 Uhr

Nach Angaben des Kremls hat Russland einer Feuerpause in der Ukraine zugestimmt und will die Waffen bis zum 1. Februar ruhen lassen. Auch die Ukraine hatte eine Waffenpause zugesichert, sollte Russland die Energieinfrastruktur verschonen.

US-Präsident Donald Trump hatte Russland um eine einwöchige Waffenruhe für Luftangriffe auf Kiew gebeten. Als Grund nannte er die aktuelle Kältewelle. Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen hat Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigt, dass der Vorschlag bei Präsident Wladimir Putin ankam – und dass Moskau “ja” dazu sage.

Russland wolle demnach auf persönlichen Wunsch Trumps hin die Angriffe auf Kiew bis zum 1. Februar auszusetzen – wenige Tage also nur, statt einer Woche. Ziel sei es, “günstige Bedingungen” für weitere Friedensgespräche zu schaffen. Konkretere Angaben über Art und Umfang der Feuerpause machte Peskow nicht.

Trump hatte bereits gestern gesagt, dass Putin zugestimmt habe, eine Woche lang wegen der kalten Witterung nicht auf Kiew und andere ukrainische Städte zu feuern, gab jedoch nicht an, wann dieser Zeitraum enden würde. Peskow nannte das eisige Wetter in der Ukraine nun allerdings nicht als Faktor für die Entscheidung.

Selenskyj sicherte Feuerpause unter Bedingungen zu

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits in Aussicht gestellt, die Angriffe auf russische Objekte aus der Luft erstmal auszusetzen – sollte Russland zusagen, die ukrainische Energieinfrastruktur zu verschonen.

“Wenn Russland nicht auf unsere Energieanlagen feuert, dann werden wir ihre nicht angreifen”, hatte der Staatschef in einem Gespräch mit Journalisten zugesichert..

Angriffe in der Nacht gemeldet

In der Nacht hatte es Selenskyj zufolge keine russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur gegeben. Russland verlege den Schwerpunkt stattdessen auf die Logistik. Zudem sei bei einem Angriff in Charkiw die Produktionsstätte eines US-Unternehmens beschädigt worden.

Insgesamt 111 Drohnen und eine ballistische Rakete seien auf die Ukraine abgefeuert worden, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Dabei seien mindestens drei Menschen verletzt worden. Das russische Verteidigungsministerium erklärte seinerseits, seine Luftabwehr habe in der Nacht 18 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie der annektierten Halbinsel Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen.

Verhandlungen sollen fortgeführt werden

Am Wochenende sollen die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi fortgesetzt werden. “Doch können sich Datum und Ort noch ändern”, sagte Selenskyj zuletzt.

Auf Drängen und mit Vermittlung Washingtons haben eine russische und eine ukrainische Delegation in Abu Dhabi am vergangenen Wochenende seit längerem wieder direkt verhandelt.

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