Angesichts eines drohenden Verfahrens ist das Ehepaar Clinton nun doch bereit, vor einem Parlamentsausschuss zur Epstein-Affäre auszusagen. Ihnen wird kein persönliches Fehlverhalten zur Last gelegt.
Der frühere US-Präsident Bill Clinton und seine Ehefrau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, werden nun doch vor einem parlamentarischen Ausschuss zur Epstein-Affäre aussagen. Dies teilten Anwälte der Clintons in einer E-Mail an Vertreter des Ausschusses für Aufsicht und Reform des Repräsentantenhauses mit. Man werde zu einem “einvernehmlich vereinbarten Terminen für Aussagen unter Eid erscheinen”.
Das Ehepaar Clinton freue sich darauf, “einen Präzedenzfall zu schaffen, der für alle gilt”, schrieb der Sprecher des Ex-Präsidenten auf der Plattform X. Zuerst hatten CNN und die New York Times berichtet.
Clinton drohte ein Verfahren
Clinton hatte sich bislang geweigert, im Kongress auszusagen. Er und seine Frau Hillary warfen dem republikanischen Vorsitzenden des Aufsichtsausschusses im Repräsentantenhaus, James Comer, vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben. Wegen der Weigerung hatte Comer ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses auf den Weg gebracht.
Den Clintons wird kein persönliches Fehlverhalten in der Epstein-Affäre zur Last gelegt. Bill Clintons Name tauchte – wie der des jetzigen Präsidenten Donald Trump und zahlreicher anderer Politiker und Prominenter – in den veröffentlichten Epstein-Akten auf.
Bill Clinton war in den 1990er Jahren und frühen 2000er Jahren mit dem Finanzier und verurteilten Sexualstraftäter Epstein befreundet.

