Schweizer stimmen gegen Steuer für Superreiche

Schweizer stimmen gegen Steuer für Superreiche

Stand: 30.11.2025 14:06 Uhr

Die Schweizer Jungsozialisten wollten Superreiche zur Kasse bitten und aus den Einnahmen Klimaschutzmaßnahmen finanzieren. Doch die Initiative fiel in der Volksabstimmung durch – ebenso das Vorhaben “Bürgerdienst für alle”.

Die Schweizer haben sich laut Hochrechnungen gegen eine Erbschaftssteuer für Superreiche ausgesprochen. Der Vorschlag der Jungsozialisten (Juso), eine Steuer von 50 Prozent auf Erbschaften ab 50 Millionen Franken zu erheben, fiel bei der Volksabstimmung durch. Wie der Sender SRF berichtete, sprachen sich ersten Schätzungen zufolge etwa 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer dagegen aus.

Den Schweizer Steuerbehörden zufolge gibt es rund 2.500 Steuerzahlerinnen und -zahler mit einem Vermögen von mehr als 50 Millionen Franken, die zusammen über ein Vermögen von etwa 500 Milliarden Franken verfügen. Die Initiative hätte theoretisch vier Milliarden Franken an zusätzlichen Steuern einbringen können. Mit den Einnahmen sollten den Juso-Plänen zufolge Projekte zum Klimaschutz finanziert werden.

Eine breite Front aus Parteien und Wirtschaftsverbänden hatte sich gegen die Steuer eingesetzt. Sie warnten, dass Reiche wegen der zusätzlichen Belastung ins Ausland abwandern und dadurch Steuereinnahmen insgesamt sinken könnten.

Auch “Bürgerdienst für alle” abgelehnt

Wie SRF weiter berichtete, ist auch die Initiative für einen nationalen Dienst für alle Bürgerinnen und Bürger gescheitert. Junge Frauen und Männer hätten nach den Plänen einer Volksinitiative künftig einen Einsatz in der Armee oder in einem zivilen Ersatzdienst leisten sollen. Hochrechnungen zufolge sprachen sich jedoch etwa 84 Prozent gegen das Vorhaben aus.

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