Der Politthriller “One Battle After Another” hat bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles abgeräumt. Mit sechs Oscars übertrumpfte er den Favoriten “Blood & Sinners”.
Der schwarzhumorige Politthriller “One Battle After Another” hat bei der Oscar-Verleihung in Los Angeles sechs Preise gewonnen, darunter als bester Film. Das Werk von Paul Thomas Anderson und mit Schauspieler Leonardo DiCaprio erzählt von militanten linken Aktivisten in den USA, die von selbstbewussten schwarzen Frauen angeführt werden. Regisseur Anderson wurde als bester Regisseur ausgezeichnet.
Hollywoodstar Sean Penn gewann den Oscar als bester Nebendarsteller in “One Battle After Another”, war selbst aber nicht anwesend. Laut einem Bericht der New York Times soll Penn nach Europa gereist sein. Ende vergangener Woche habe er vorgehabt, die Ukraine zu besuchen.
Mit 13 Nominierungen war “One Battle After Another” als einer der Favoriten ins Rennen gegangen. Gleich 16 Nominierungen hatte das Vampirdrama “Blood & Sinners”. Der Film von Regisseur Ryan Coogler kam schließlich auf fünf Auszeichnungen, etwa für das beste Originaldrehbuch und die beste Filmmusik. Als bester Hauptdarsteller wurde Michael B. Jordan ausgezeichnet. Er setzte sich unter anderem gegen Leonardo DiCaprio und Hollywoodstar Timothée Chalamet durch, der für seine Rolle als Tischtennisspieler in “Marty Supreme” nominiert war.
Jessie Buckley als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet
Die Auszeichnung für die beste Hauptdarstellerin ging an die Irin Jessie Buckley. Sie spielt im Drama “Hamnet” die Frau des Dichters William Shakespeare, die um ihren Sohn trauert. Als beste Nebendarstellerin wurde die Amerikanerin Amy Madigan für den Horrorfilm “Weapons – Die Stunde des Verschwindens” ausgezeichnet.
Das norwegische Drama “Sentimental Value” von Regisseur Joachim Trier wurde als bester internationaler Film prämiert. Der Film, der auch aus Deutschland mitproduziert wurde, erzählt vom komplizierten Verhältnis eines Vaters zu seinen Töchtern. Der deutsche Beitrag “In die Sonne schauen” hatte es in diesem Jahr nicht in die Endrunde geschafft.
Auch die Deutschen Michael Ralla und Guido Wolter gingen bei der 98. Oscarverleihung leer aus. Sie waren mit einem Team für die visuellen Effekte von “Blood & Sinners” nominiert. In dieser Kategorie gewann allerdings der Fantasyfilm “Avatar: Fire and Ash”.

