Seit Beginn des Krieges im Nahen Osten sind die Strompreise für Neukunden gestiegen. Selbst die günstigsten Tarife sind laut dem Vergleichsportal Verivox deutlich teurer geworden. Künftig könnte es auch Bestandskunden treffen.
Die wegen des Iran-Kriegs gestiegenen Gaspreise im Großhandel führen laut einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox nun auch zu einem deutlichen Anstieg bei den Strompreisen für Neukunden. Seit Ausbruch des Konflikts seien die günstigsten Stromtarife für Neukunden im bundesweiten Durchschnitt um rund 16 Prozent teurer geworden, meldet das Portal.
Konkret heißt das: Hatte ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden im Februar dieses Jahres 24,2 Cent pro Kilowattstunde gezahlt, sind es jetzt rund 28 Cent im Schnitt. Das aktuelle Niveau entspräche dem von Oktober vergangenen Jahres, teilte Verivox mit.
Gaspreise treiben Strompreise
Der Preisanstieg bei Strom liegt in erster Linie an gestiegenen Gaspreisen. Ihre Steigerungen beeinflussen die Strompreise stark. Dabei gilt in Europa: Das teuerste Gaskraftwerk setzt den Preis für alle eingesetzten Kraftwerke.
Dieses sogenannte Merit-Order-Prinzip lässt bei viel Wind und viel Sonne die Preise purzeln, aber wenn viele Gaskraftwerke zur Deckung der Stromnachfrage einspringen müssen, klettern die Preise.
Bei Bestandskunden sieht das Portal derzeit noch keine Steigerungen. Doch wenn die internationalen Energiepreise auf dem hohen aktuellen Niveau blieben, würden auch Bestandskunden mehr für Strom bezahlen müssen.

