Raubzug in knapp drei Minuten: Nahe Parma haben gut vorbereitete Einbrecher drei wertvolle Gemälde französischer Meister gestohlen. Die Bilder sind mindestens neun Millionen Euro wert.
Unbekannte haben aus einer Kunstsammlung in der Nähe von Parma drei bedeutende Gemälde gestohlen. Ihr Wert beläuft sich italienischen Medien zufolge auf mindestens neun Millionen Euro.
Es handelt sich um Werke berühmter französischer Maler: Laut italienischen Medienberichten sind es das Bild “Die Fische” von Pier-Auguste Renoir, “Stillleben mit Kirschen” von Paul Cézanne und “Odaliske auf der Terrasse” von Henri Matisse. Offenbar hatten es die Einbrecher auch noch auf ein viertes Kunstwerk abgesehen, verloren dieses aber während der Flucht.
Blitzschneller Diebeszug
Der gesamte Einbruch ging nach Angaben der Kunststiftung blitzschnell. Die Täter hätten ihren Diebeszug “in weniger als drei Minuten begangen, ohne zu improvisieren, strukturiert und organisiert”, erklärte ein Museumssprecher dem Fernsehsender SkyTG24. Die Täter hätten eine Tür mit einem Brecheisen aufgebrochen, die Tat sei gut organisiert und geplant gewesen.
Die Alarmsirenen schalteten sich nach kurzer Zeit ein; das System war erst kürzlich erneuert worden. Weil die Alarmanlage so schnell losgegangen sei und sehr schnell Sicherheitsleute sowie die Polizei vor Ort war, hätten die Diebe jedoch schon nach kurzer Zeit flüchten müssen.
Einbruch schon vor einer Woche
Die Polizei werte Aufnahmen von Überwachungskameras des Museums sowie von umliegenden Wohnhäusern und Geschäften aus, sagte der Sprecher.
Die Tat fand bereits vor einer Woche statt, wurde aber vorerst geheim gehalten, um erste Ermittlungsschritte nicht zu gefährden. Die Museumsvilla, die der Stiftung Magnani Rocca gehört, gilt als eine der bedeutendsten Kunstinstitutionen Italiens. Die Sammlung umfasst Werke von Weltrang, darunter Arbeiten von Tizian, Rubens und Dürer.
Mit Informationen von Anna Giordano, ARD-Studio Rom

