liveblog
Nach der Trump-Rede und neuen angedrohten US-Angriffen hat Iran seinerseits den USA und Israel mit “vernichtenden Angriffen” gedroht. Die israelische Armee meldete in der Nacht neue Attacken aus Iran.
08:00 Uhr
Iran droht USA und Israel mit “vernichtenden Angriffen”
Das iranische Militär hat nach den neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident Trump eine “vernichtende” Reaktion angedroht. “Rechnet mit unseren noch vernichtenderen, umfassenderen und zerstörerischeren Maßnahmen”, erklärte das zentrale Einsatzkommando des iranischen Militärs, Chatam al-Anbija an die USA und Israel gerichtet. “Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis ihr gedemütigt, entehrt, von dauerhaftem und sicherem Bedauern erfüllt seid und euch ergebt.” Trump hatte zuvor ein baldiges Erreichen der US-Ziele in Iran in Aussicht gestellt – und zugleich weitere Angriffe angekündigt.
07:57 Uhr
US-Demokraten kritisieren Trumps Rede zum Iran-Krieg
Die US-Demokraten haben die Rede von US-Präsident Donald Trump zum Krieg gegen Iran scharf kritisiert. Sie sei “zusammenhangslos” gewesen und habe kaum Antworten auf “die grundlegendsten Fragen der amerikanischen Bevölkerung” geliefert. Senator Chris Murphy aus Connecticut sagte, dass “nach dieser Rede niemand in Amerika weiß, ob wir eskalieren oder deeskalieren”. Senator Mark Warner aus Virginia erklärte, Trump schulde den Amerikanern mehr Antworten zu einem Konflikt, der die Benzinpreise in die Höhe getrieben habe – “zusammen mit steigenden Preisen für Diesel, Dünger, Aluminium und anderen wichtigen Gütern”.
07:50 Uhr
NATO-Generalsekretär Rutte will nach Washington reisen
NATO-Generalsekretär Mark Rutte wird voraussichtlich nächste Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Das bestätigte ein Vertreter des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur AP. Trump und Rutte pflegen ein gutes Verhältnis, doch der Präsident zeigte sich zuletzt zunehmend verärgert über die Bündnispartner, insbesondere über Großbritannien und Frankreich. Die Dynamik sorgt für Besorgnis über die Zukunft der Allianz, deren Wert Trump schon lange infrage stellt.
07:47 Uhr
Hisbollah meldet neue Angriffe auf Israel
Die von Iran unterstützte Hisbollah im Libanon hat nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Sie habe israelische Soldaten im Grenzgebiet mit Raketen angegriffen, teilte die Miliz mit. Zudem habe sie eine israelische Ortschaft mit Drohnen attackiert, hieß es in einer separaten Hisbollah-Erklärung. Nach Angaben des israelischen Heimatfrontkommandos wurde im Norden Israels Luftalarm ausgelöst.
05:01 Uhr
Israelische Armee meldet drei Angriffswellen aus Iran
Die israelische Armee hat in der Nacht drei Angriffswellen mit Raketen aus Iran gemeldet. Die dritte Angriffswelle erfolgte demnach kurz nachdem US-Präsident Trump in Washington eine Ansprache an die Nation zum Iran-Krieg gehalten hatte. Israelische Medien berichteten von mehreren leicht verletzten Menschen.
Nach dem ersten Angriff teilte die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu “mehreren” Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden. Israelische Medien bezifferten die Zahl der Einschläge auf neun. Vier Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf Sanitäter.
04:37 Uhr
US-Armee: Bereits mehr als 12.300 Ziele angegriffen
Das US-Militär hat in dem Krieg nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in Iran angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das zuständige US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
04:02 Uhr
Trump: Hauptziele in Iran nahezu erreicht
Die USA haben nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump ihre Hauptziele im Iran-Krieg nahezu erreicht. Die iranische Marine und Luftwaffe seien zerstört und die Raketen des Landes so gut wie aufgebraucht oder unbrauchbar, sagte Trump im Weißen Haus in einer Rede an die Nation.
Die USA seien auf dem Weg, alle militärischen Ziele “sehr bald” zu erreichen. Er werde nie erlauben, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Das Land werde innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen hart getroffen werden, kündigte er an.
01:45 Uhr
Prosor: Keine dauerhafte Besatzung Südlibanons
Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat eine Annexion des Südlibanons durch sein Land ausgeschlossen. “Wir werden so weit vorrücken und so lange bleiben, bis der Beschuss Israels aufhört und unsere Einwohner sicher sind. Eine dauerhafte Besatzung ist nicht geplant. Punkt”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Er widersprach damit auch dem israelischen Finanzminister Bezalel Smotrich, der gefordert hatte, der Litani-Fluss im Süden des Libanon müsse Israels neue Grenze zum nördlichen Nachbarland darstellen. Nach Angaben des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz will Israel das Gebiet bis zum Litani-Fluss nur bis auf weiteres kontrollieren.
01:10 Uhr
Staatsmedien: Iran verurteilt “irrationale” US-Forderungen
Die iranische Regierung hat Staatsmedien zufolge die Forderungen der US-Regierung für ein Ende des Krieges verurteilt. Die “maximalistischen und irrationalen” Forderungen Washingtons seien über Vermittler, “darunter Pakistan”, an Teheran übermittelt worden, es fänden jedoch “keine direkten Verhandlungen” statt, zitierte die iranische staatliche Nachrichtenagentur Isna den Sprecher des Außenministeriums, Esmail Bakaei. Bakaei erklärte außerdem nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens, Teheran sei “auf jede Art von Angriff vorbereitet, einschließlich eines Bodenangriffs”.
01:08 Uhr
NYT: Iran will laut Geheimdiensten keine substanziellen Verhandlungen
Die New York Times berichtet, mehrere US-Geheimdienste seien in den vergangenen Tagen zu der Einschätzung gelangt, dass die iranische Regierung derzeit nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen. Die Zeitung beruft sich dabei auf auf US-Beamte.
01:02 Uhr

