USA zerstören iranische Brücke – und Trump droht

USA zerstören iranische Brücke – und Trump droht

Stand: 03.04.2026 • 11:11 Uhr

Im Nahen Osten setzen die Kriegsparteien ihre Angriffe mit unverminderter Härte fort. Ein US-Bombardement brachte die größte iranische Brücke zum Einsturz. Israel wurde erneut mit Raketen beschossen. In Kuwait brennt eine Ölraffinerie.

Die USA haben in der Nacht massive Angriffe auf Iran geflogen und dabei die größte Brücke des Landes zum Einsturz gebracht. Die B1-Brücke in Karadsch befand sich noch im Bau. Nach iranischen Medienberichten wurden bei dem Angriff acht Menschen getötet und 95 weitere Personen verletzt. Danach seien zwei US-israelische Angriffe erfolgt: Beim ersten habe es zwei zivile Opfer gegeben; weitere Menschen wurden getötet und verletzt, als sie die Opfer bergen wollten und es einen zweiten Angriff gab.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi verurteilte das Bombardement. “Angriffe auf zivile Bauwerke, einschließlich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zum Aufgeben zwingen”, erklärte er auf X. “Sie zeigen lediglich die Niederlage und den moralischen Bankrott eines Feindes, der im Chaos versinkt.”

Die B1-Brücke wurde noch gebaut. Sie war Teil der Pendlerroute zwischen der Großstadt Karadsch und der Millionenmetropole und Hauptstadt Teheran.

Trump droht mit weiterer Zerstörung

US-Präsident Donald Trump veröffentlichte auf seiner Plattform “Truth Social” ein Video, das zeigen soll, wie die Brücke teilweise einstürzt und dichter Rauch aufsteigt. “Die größte Brücke in Iran stürzt ein, wird nie wieder benutzt werden”, schrieb er dazu.

Und er ließ weitere Drohungen folgen: Die US-Armee habe “noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was in Iran noch übrig ist”, schrieb er. Als nächstes seien “die Brücken, dann die Kraftwerke” an der Reihe. “Die Führung des neuen Regimes in Iran weiß, was zu tun ist, und es muss schnell geschehen”, führte Trump weiter aus. Es sei an der Zeit, “dass der Iran einen Deal macht, bevor nichts mehr übrig ist von dem, was noch ein großartiges Land werden könnte.”

Iran und Hisbollah greifen ebenfalls an

Auch Iran und die verbündete radikal-islamische Hisbollah im Libanon griffen Ziele an. Israel wurde nachts und am Morgen mit Raketen beschossen. Dabei beschädigten iranische Geschosse ein Haus in einem Vorort von Tel Aviv schwer. Berichte über Opfer gab es nicht. Im Norden des Landes gab es mehrfach Raketenalarm wegen drohenden Beschusses durch die Hisbollah.

Schwere Schäden an der Infrastruktur meldete abermals Kuwait: Zunächst wurde dort eine Ölraffinerie bombardiert und geriet in Brand. Später meldete das zuständige Ministerium für Elektrizität, Wasser und Erneuerbare Energien einen Angriff auf eine Wasserentsalzungsanlage. Dabei seien Sachschäden an Teilen der Anlage entstanden. Notfall- und Technik-Teams seien im Einsatz, um den Betrieb gemäß den Notfallplänen aufrechtzuerhalten und das Gelände zu sichern.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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