Nach einem Bootsunglück im Mittelmeer werden nach Angaben von Hilfsorganisationen viele Migranten vermisst. Die Route über das zentrale Mittelmeer ist eine der gefährlichsten Fluchtrouten weltweit.
Nach einem Bootsunglück auf dem Mittelmeer sind 32 Migrantinnen und Migranten von der italienischen Küstenwache aus der See gerettet worden. Zwei Menschen konnten nur noch tot geborgen werden.
Das Boot, mit dem sie offenbar von Libyen aus aufgebrochen waren, um nach Europa zu kommen, war am Samstag umgekippt. Die Menschen trieben längere Zeit im Meer, bevor sie gerettet wurden, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.
Möglicherweise viele weitere Todesopfer
Nach Angaben der Agentur haben die Überlebenden davon berichtet, dass noch etwa 80 weitere Menschen zusammen mit ihnen im Boot saßen. Die Hilfsorganisationen Sea-Watch und Mediterranea Saving Humans sprechen von 105 Menschen an Bord.
Das Unglück könnte also weitaus mehr Opfer gefordert haben als bisher bekannt. Die Suche nach Überlebenden dauert an.
Aktivisten fordern funktionierende Seenotrettung
Die Kinderschutzorganisation Save the Children forderte nach dem Unglück, ein funktionierendes System zur Seenotrettung im Mittelmeer zu schaffen.
Sie wies darauf hin, dass allein in diesem Jahr schon mehr als 800 Menschen auf der Route übers Mittelmeer gestorben und in den letzten drei Jahren über 100 Kinder ums Leben gekommen seien.


