Griechenland will für Kinder und Jugendliche den Zugang zu sozialen Medien einschränken: Die Maßnahme betrifft unter 15-Jährige und soll ab 2027 in Kraft treten, das kündigte Premierminister Mitsotakis an.
Griechenland will zahlreichen Minderjährigen den Zugang zu sozialen Medien künftig verbieten. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis kündigte an, unter 15-Jährigen werde ab dem 1. Januar 2027 der Zugang zu Plattformen wie Instagram, Facebook oder TikTok verboten. Dann soll ein entsprechendes Gesetz in Kraft treten. “Wir haben beschlossen, etwas Schwieriges, aber Notwendiges voranzutreiben”, so Mitsotakis.
Ziel der Maßnahme sei es, junge Menschen besser vor den negativen Auswirkungen digitaler Plattformen zu schützen. Als Grund nannte er zunehmende Angstzustände, Schlafprobleme und das süchtig machende Design der Online-Plattformen. In einer an Jugendliche gerichteten Videobotschaft sagte Mitsotakis, Kinder würden viele Stunden vor Bildschirmen verbringen. Ihr Geist könne sich nicht erholen und sie seien wachsendem Druck durch ständige Vergleiche und Online-Kommentare ausgesetzt.
Ruf nach einheitlichem europäischen Rahmen
Mitsotakis forderte in einem Schreiben an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein koordiniertes Vorgehen der EU. Er schlug vor, ein EU-weites “digitales Mündigkeitsalter” von 15 Jahren festzulegen.
Australien hatte im Dezember ein Verbot für soziale Medien für Kinder unter 16 Jahren eingeführt. Auch andere Länder wie Großbritannien, Frankreich, Österreich oder Dänemark erwägen ähnliche Schritte.

