Wegen eines nahenden Wirbelsturms müssen Tausende Menschen im Norden Neuseelands ihre Häuser verlassen. Der Ministerpräsident ruft zu gegenseitiger Hilfe auf. Die Warnungen wecken schlimme Erinnerungen.
Neuseeland bereitet sich auf die Ankunft des Zyklons “Vaianu” vor. Die Behörden auf der Nordinsel haben Tausende Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Für mehrere Regionen wurde laut der Nachrichtenagentur Reuters der Notstand ausgerufen.
Betroffen sind vor allem Teile von Whakatane sowie Küstengebiete der Region Hawke’s Bay. Bewohner wurden gewarnt, dass sie voraussichtlich mindestens zwei Tage nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Der Wetterdienst rechnet für Sonntag mit heftigem Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde.
Warnungen auch für Auckland
Auch Auckland, die größte Stadt des Landes, muss sich auf starke Niederschläge einstellen. Gewarnt wird dort laut Agenturmeldungen vor rasch anschwellenden Flüssen und Bächen, schwerem Seegang und Überflutungen an der Küste.
Nach Behördenangaben drohen außerdem Erdrutsche, Sturmfluten und meterhoher Wellengang. Am Montag soll das Unwetter westlich der abgelegenen Chatham-Inseln vorbeiziehen.
Appell von Ministerpräsident Luxon
Ministerpräsident Christopher Luxon rief die Bevölkerung dazu auf, Abflüsse freizuhalten, Nachbarn zu helfen und sich darauf vorzubereiten, dass der Strom ausfallen könnte.
In Neuseeland weckt “Vaianu” Erinnerungen an den Zyklon “Gabrielle” von 2023 mit seinen bis zu elf Meter hohen Wellen. Damals gab es elf Tote. In dramatischen Rettungsaktionen musste die Armee mit Hubschraubern Menschen von den Dächern ihrer überfluteten Häuser holen.

