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US-Präsident Trump droht, die Waffenruhe mit Iran ohne baldiges Abkommen in der kommenden Woche zu beenden. Ein Konvoi von Handelsschiffen hat den Versuch abgebrochen, die Straße von Hormus zu durchqueren.
Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:
08:09 Uhr
Israelische Armee: Tötung eines Verdächtigen im Westjordanland
Im von Israel besetzten Westjordanland ist nach Angaben der israelischen Armee ein mutmaßlich bewaffneter Verdächtiger in einer israelischen Siedlung getötet worden. In der Siedlung Negohot habe das Eindringen eines Verdächtigen einen Alarm ausgelöst, woraufhin ein “mit einem Messer bewaffneter Terrorist identifiziert und neutralisiert” worden sei, erklärte die Armee. Das Gebiet werde von Sicherheitskräften durchsucht, verletzt worden sei niemand. Wer den Verdächtigen getötet hat, teilte die Armee nicht mit.
05:48 Uhr
Trump droht mit Ende der Waffenruhe
US-Präsident Donald Trump droht mit einem Ende der Waffenruhe mit Iran, falls bis Mittwoch keine langfristige Einigung zur Beendigung des Krieges erzielt werde. Trump betonte erneut, die USA würden an ihrer Blockade der Straße von Hormus festhalten. “Die Blockade bleibt, und leider müssen wir dann wieder anfangen, Bomben abzuwerfen”, so der Republikaner.
05:37 Uhr
Klingbeil fordert Maßnahmen gegen drohenden Kerosinmangel
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil fordert Maßnahmen gegen einen von der Internationalen Energieagentur (IEA) prognostizierten möglichen Kerosinmangel. “Wir müssen die Warnungen vor Kerosinknappheit sehr ernst nehmen”, sagte der SPD-Chef dem Spiegel und betonte: “Für mich ist klar: Wir sollten nicht nur das Preisproblem angehen, sondern müssen jederzeit auch die Versorgungssicherheit im Blick haben.”
Die IEA hatte gewarnt, mehrere europäische Länder könnten in den kommenden sechs Wochen einer beginnenden Knappheit von Kerosin gegenüberstehen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte daraufhin gesagt, Kerosin werde auch in deutschen Raffinerien produziert. Man sei nicht nur von Importen abhängig.
05:33 Uhr
US-Regierung verlängert Lockerung von Sanktionen für russisches Öl
Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl um einen Monat verlängert. Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht auf Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht auf den 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie das Finanzministerium in Washington mitteilte. Die Lockerung der Sanktionen betrifft auch Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Ausgenommen sind lediglich russische Öllieferungen an Iran, Kuba und Nordkorea sowie von Russland besetzte Gebiete in der Ukraine, einschließlich der Krim. Die USA versuchen auf diesem Weg, die während des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise unter Kontrolle zu halten. Erstmals in Kraft getreten waren die Lockerungen der US-Sanktionen Mitte März.
05:26 Uhr
Schiffskonvoi bricht Durchfahrt auf Straße von Hormus ab
Eine Gruppe von rund 20 Handelsschiffen hat den Versuch abgebrochen, die Straße von Hormus zu passieren. Schiffsbewegungsdaten zufolge sind die meisten Schiffe, darunter Containerschiffe, Massengutfrachter und Tanker, wieder umgekehrt. Der Grund dafür ist zurzeit unklar. Zu der Gruppe gehören auch drei Containerschiffe der französischen Reederei CMA CGM. Sie lehnte eine Stellungnahme ab. Die Schiffe waren Teil des bisher größten Schiffskonvois Richtung Straße von Hormus seit Beginn des Iran-Krieges.
05:19 Uhr
Iran droht mit erneuter Blockade der Straße von Hormus
Erst am Freitag hatte Iran angekündigt, seine Blockade der Straße von Hormus aufzugeben, solange die Waffenruhe andauere. Doch nun drohte der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, die Durchfahrt für Schiffe wieder zu blockieren. Sollten die USA ihre Blockade der Schifffahrtsroute nicht aufgeben, “wird die Straße von Hormus nicht offen bleiben”, schrieb er beim Kurznachrichtendienst X. Derzeit hindern die USA Schiffe an der Durchfahrt der Meerenge, die einen iranischen Hafen ansteuern oder in ihm abgelegt haben. US-Präsident Trump hatte betont, die US-Blockade werde andauern, bis ein Abkommen mit Iran erzielt werde.
05:10 Uhr
Der Blog von Freitag zum Nachlesen
US-Präsident Trump ist zuversichtlich, dass ein Abkommen mit Iran in den nächsten zwei Tagen möglich ist. Nach der Öffnung der Straße von Hormus durch Iran spricht Bundeskanzler Merz von einer “guten Nachricht”.

