USA erlauben weiterhin Kauf von russischem Öl

USA erlauben weiterhin Kauf von russischem Öl

Stand: 18.04.2026 • 07:50 Uhr

Der Iran-Krieg hat die Energiepreise in die Höhe getrieben. Als Gegenmaßnahme haben die USA die Lockerungen ihrer Sanktionen für russisches Öl um einen Monat verlängert – vor wenigen Tagen hatte das noch anders geklungen.

Wegen der weiterhin hohen Energiepreise bleiben die USA vorerst bei ihren im März beschlossenen Sanktionslockerungen für russisches Öl. Das US-Finanzministerium erteilte eine Lizenz, die bis zum 16. Mai den Verkauf und die Lieferung von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die schon auf Schiffen sind.

Erstmals in Kraft getreten waren die Lockerungen Mitte März. Sie sollten bis zum 11. April gelten, um so den wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Ölpreisen entgegenzuwirken und die Lage auf dem Weltmarkt zu stabilisieren.

Die Lockerung der Sanktionen betrifft auch Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte. Nur russische Öllieferungen an Iran, Kuba und Nordkorea sowie in von Russland besetzte ukrainische Gebiete sind ausgenommen.

Lockerungen bringen Russland laut IEA deutlich gestiegene Einnahmen

Noch am Mittwoch hatte US-Finanzminister Scott Bessent angekündigt, die Lockerungen sollten nicht verlängert werden. International ist die teilweise Aufhebung der Sanktionen stark umstritten. Es wird befürchtet, dass Russland mit den Einnahmen aus dem Ölhandel auch seinen Krieg gegen die Ukraine finanziert.

Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) zufolge konnte Russland seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft dank der gelockerten Sanktionen nahezu verdoppeln. Demnach bezog vor allem China russisches Öl in großen Mengen, zudem Indien. Auch etwa die Philippinen hatten nach langer Zeit wieder Öl aus Russland bezogen.

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