Rattengift in Babynahrung in Österreich entdeckt

Rattengift in Babynahrung in Österreich entdeckt

Stand: 19.04.2026 • 01:47 Uhr

In einem Gläschen mit Babynahrung in Österreich ist Rattengift nachgewiesen worden. Hintergrund ist laut der österreichischen Gesundheitsagentur ein Erpressungsversuch gegen die Firma Hipp. Weitere Fälle sind bisher nicht bekannt.

In Österreich ist ein mit Rattengift versetztes Gläschen Hipp-Babynahrung gefunden worden. Ein Kunde habe dies entdeckt und abgegeben, teilte die Polizei im Bundesland Burgenland am späten Abend mit. Von dem Inhalt sei aber nichts verzehrt worden. Nach Angaben der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) handelt es sich um einen Erpressungsversuch gegen den Babynahrungshersteller Hipp.

Hipp hatte sein Sortiment in den Sparsupermärkten in Österreich bereits am Freitagabend zurückgerufen. Ein Hipp-Sprecher hatte von einem “externen kriminellen Eingriff” gesprochen. “Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein”, warnte das Familienunternehmen.

Hinweis kam aus Deutschland

Wie die österreichische Polizei mitteilte, kam ein Hinweis aus Deutschland. Dort gebe es laufende Ermittlungen, hieß es weiter. Das Rattengift wurde am Nachmittag in einem Hipp-Glas “Karotten mit Kartoffeln” 190 Gramm nachgewiesen. Es war in der Ortschaft Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) aufgetaucht.

Nach Angaben der Polizei können verdächtige Gläschen an einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden erkannt werden. Verdächtig sei, wenn der Deckel beschädigt oder bereits geöffnet sei.

Möglicherweise auch andere Länder betroffen

Es gab zuletzt unterschiedliche Aussagen, ob auch Produkte in anderen Ländern betroffen sind. Ages sprach zunächst von zwei betroffenen Supermärkten in Tschechien, nahm diese Angaben jedoch später wieder von seiner Webseite.

Die Polizei Burgenland sprach aber davon, dass auch in Tschechien und der Slowakei verdächtige Gläser sichergestellt worden seien.

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