CDU-Politiker Laschet: Schah-Sohn Pahlavi könnte Übergang in Iran leiten

CDU-Politiker Laschet: Schah-Sohn Pahlavi könnte Übergang in Iran leiten

Stand: 23.04.2026 • 10:31 Uhr

Der CDU-Außenpolitiker Laschet betrachtet den Schah-Sohn Pahlavi als möglichen Wegbereiter eines demokratischen Übergangs in Iran. Doch es gibt auch Kritik an der Rolle des Exil-Iraners. Pahlavi ist heute in Berlin.

In seinem weltweiten Werben um Unterstützung will der iranische Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, in Berlin mit Mitgliedern verschiedener Bundestagsfraktionen zusammenkommen, darunter Armin Laschet, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses.

Der CDU-Politiker bezeichnete im ARD-Morgenmagazin Kritik an Pahlavi als unberechtigt: “Er hat nichts mit der Monarchie seines Vaters zu tun, das ist ja auch fast 40 Jahre her.” Falls das “Regime wirklich stürzen” sollte, was derzeit ungewisser sei als noch zu Jahresbeginn, dann könnten sich nach Einschätzung Laschets “viele auf ihn verständigen”. Laschet zeigte sich überzeugt, dass “Pahlavi “eine Person sein kann, die einen Übergang leitet.”

Nouripour nennt Gespräche “sinnvoll”

Und der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour sagte im ARD-Morgenmagazin über Pahlavi: “Er ist eine Stimme, der sehr viel Hoffnung mit sich verbunden hat.”

Auch Nouripour bezeichnete Gespräche mit Pahlavi als “sinnvoll”. Es sei wichtig, dass man mit allen oppositionellen Facetten spricht. Dass Pahlavi in Iran selbst jedoch noch so gesehen wird, bezweifelt Nouripour mittlerweile: “In den letzten zwei Monaten hat der Krieg die Stimmung im Iran auch ein Stückchen gedreht und es gibt – glaube ich – eine sichtbarere, größere Distanz zur Exil-Opposition.” Pahlavi sei eine Stimme, die helfen wolle, es gebe aber auch einige andere. “Entscheidend ist, dass eines nicht vergessen wird: Es gibt eine Hauptauseinandersetzung und die ist mit dem Regime im Iran.”

Nouripour wird den Schah-Sohn heute selbst nicht treffen. Auch von Vertretern der Bundesregierung wird Pahlavi nicht empfangen. In Berlin sind mehrere Demonstrationen für und gegen ihn geplant.

Der Schah-Sohn wird von Teilen der iranischen Opposition unterstützt, andere kritisieren den 65-Jährigen aber unter anderem wegen seiner Nähe zu Israel. Pahlavis Vater war 1979 während der islamischen Revolution gestürzt worden und aus Iran geflohen. Reza Pahlavi lebt heute in den USA im Exil. Er hat sich für eine säkulare Demokratie in Iran ausgesprochen und stellt sich als Alternative für den Fall dar, dass die derzeitige Führung in Teheran stürzen sollte.

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