Militär in Mali: Angriffe durch “bewaffnete Terroristen”

Militär in Mali: Angriffe durch “bewaffnete Terroristen”

Stand: 25.04.2026 • 15:21 Uhr

Im westafrikanischen Mali soll es in verschiedenen Landesteilen Angriffe gegeben haben. In mehreren Städten waren Schüsse und Explosionen zu hören. Laut Armee handelte es sich bei den Angreifern um “unbekannte bewaffnete Terroristen”.

In Malis Hauptstadt Bamako haben nach Angaben des Militärs “unbekannte bewaffnete Terroristen” Kasernen und andere Ziele angegriffen. Auch im Landesinneren habe es Angriffe gegeben, heißt es in einer Stellungnahme des Generalstabs vom Vormittag.

Am Nachmittag sprach das Militär dann davon, dass die Lage unter Kontrolle sei. Mehrere Terroristen seien “neutralisiert” und ihre Ausrüstung zerstört worden. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Konkrete Details über Tote und Verletzte teilte das Militär nicht mit.

In einer Mitteilung der deutschen Botschaft an die in Mali lebenden Deutschen war von einer unübersichtlichen Lage die Rede. Der Flughafen in Bamako sei geschlossen, hieß es. Es werde empfohlen, an einem sicheren Ort zu bleiben und Bewegungen im Stadtgebiet zu vermeiden.

Anwohner des Flughafens hätten Detonationen gehört, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa aus der malischen Hauptstadt. In den Sozialen Medien war auch von Angriffen in den Städten Gao im Osten des Landes, Mopti im Niger-Delta und Kati, einer Ortschaft nordwestlich von Bamako die Rede.

Identität der Angreifer bisher ungeklärt

Bisher machte die Armee keine näheren Angaben zu den Angreifern. Die Tuareg-Rebellengruppe FLA erklärte wiederum, sie habe die Stadt Kidal im Norden des Landes eingenommen. Für die Angriffe in anderen Städten übernahm zunächst keine Gruppierung die Verantwortung.

In Mali Land herrscht seit Jahren massive Gewalt. Nach einem Putsch ist aktuell eine Militärregierung an der Macht. Sie kämpft gegen islamistische Extremisten, die immer wieder Anschläge und Angriffe auf Regierungstruppen verüben. Eine von ihnen ist die Terrorgruppe JNIM. Sie ist der westafrikanische Zweig von Al Kaida und besteht seit 2017. Zudem sind kriminelle Banden im Land aktiv.

Bis 2023 hatte die UN-Friedenstruppe MINUSMA in Mali rund zehn Jahre Land den Auftrag, die Bevölkerung zu schützen und das westafrikanische Land zu stabilisieren. Auch die Bundeswehr war in Mali im Einsatz, die letzten Soldatinnen und Soldaten haben verließen das Land Ende 2023.

Mit Informationen von Karin Bensch, ARD-Studio Nairobi

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