Bio-Lebensmittel bleiben in Deutschland beliebt – trotz schwierige Wirtschaftslage. Laut Branche nahm der Umsatz damit weiter zu. Den stärksten Zuwachs gab es bei Drogeriemärkten. Die meisten Bio-Produkte werden aber im Discounter gekauft.
Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln ist in Deutschland weiter gestiegen. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf insgesamt 4,91 Milliarden Euro. Das teilte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) unter Berufung auf eigene Daten mit. Das Bio-Umsatz-Plus liege damit deutlich über der Teuerung von Lebensmitteln von zuletzt 1,8 Prozent.
Deutliche Umsatzzuwächse gab es demnach bei Fleischersatzprodukten, Mehl, Süßwaren, Eis, Tiefkühlkost, Feinkost, Fertigprodukten, Heißgetränken und Backwaren. Bei Butter, Brot und Kartoffeln wurden Umsatzrückgänge verzeichnet.
Angespannte Wirtschaftslage
Den Angaben nach vertrieben Discounter die meisten Bio-Produkte mit einem Anteil von 30 Prozent, gefolgt von Supermärkten mit 29 Prozent. Besonders hoch sei das Wachstum bei Drogeriemärkten – mit einem Plus von gut 14 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2025.
Die Branche knüpft damit insgesamt an ihren Wachstumstrend an. Angesichts der angespannten Wirtschaftslage infolge des Iran-Kriegs muss sich aber zeigen, ob dieser anhält. Im Gesamtjahr 2025 war der Bio-Umsatz mit Lebensmitteln und Getränken um 6,7 Prozent auf eine Rekordhöhe von 18,23 Milliarden Euro gestiegen. Bio-Lebensmittel sind in der Regel teurer als konventionelle. Ihr Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt liegt nun bei 6,5 Prozent.

