Angesicht internationaler Spannungen will Deutschland die Zusammenarbeit mit Kanada vertiefen. Dazu dient auch der Besuch von Bundesfinanzminister Klingbeil. Durch mehr Kooperation sollen beide Länder profitieren.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ist zu einer Reise nach Kanada aufgebrochen. Bei seinen Treffen mit Wirtschaftsvertretern und Politikern steht das bilaterale Verhältnis im Fokus – und die Beziehungen zu US-Präsident Trump.
Vor seinem Abflug ins kanadische Toronto betonte Bundesfinanzminister Klingbeil die Gemeinsamkeiten Deutschlands und Kanadas betont. “Wir setzen auf Stärke durch Kooperation”, so der Vizekanzler. Auch erhöhten beide Länder ihre “eigene Resilienz”, also ihre Widerstandsfähigkeit, “damit wir nicht erpresst werden können”.
Klingbeil bekräftigte vor seiner Auslandsreise, sowohl Kanada als auch Deutschland setzten sich für das Völkerrecht und regelbasierten Handel ein – auch wenn diese Prinzipien “massiv unter Beschuss stehen”, so der SPD-Vorsitzende.
Die USA unter Präsident Donald Trump erwähnte Klingbeil nicht explizit – auch wenn klar sein dürfte, dass er mit seinen Aussagen auch darauf anspielte. Kanada ist, genau wie Deutschland, ein enger Verbündeter der USA. Doch wie die Bundesregierung hat auch die kanadische Regierung unter Premierminister Mark Carney ein schwieriges Verhältnis zur aktuellen US-Regierung.
Gespräche zu Rüstungsgütern geplant
In Toronto wird Klingbeil am Freitag und Samstag Gespräche mit kanadischen Politikern und Wirtschaftsvertretern führen. Dabei soll es unter anderem um Kooperationen bei Rüstungsgütern, Seltenen Erden und bei künstlicher Intelligenz gehen.
Geplant ist unter anderem ein Treffen mit seinem kanadischen Amtskollegen François-Philippe Champagne und ein Besuch beim Flugzeugbauer Bombardier. Klingbeil hat zudem seine Teilnahme am “Global Progress Summit” angekündigt.

