Drei Bergsteiger sterben bei Vulkanausbruch in Indonesien

Drei Bergsteiger sterben bei Vulkanausbruch in Indonesien

Stand: 08.05.2026 • 15:23 Uhr

Mindestens drei Menschen sind beim Ausbruch des indonesischen Vulkans Dukono ums Leben gekommen. Sie waren trotz eines Verbots auf dem Berg unterwegs. Der Dukono gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes.

Bei einem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Halmahera sind mindestens drei Menschen gestorben. Nach Angaben der örtlichen Polizei gehörten sie zu einer Gruppe von etwa 20 Bergsteigern, die sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs auf dem Vulkan befanden. Den Behörden zufolge war die Gruppe trotz eines Verbots auf dem Vulkan unterwegs.

Zwei der Toten seien aus Singapur, einer aus Indonesien. Mindestens fünf Menschen wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes verletzt. Ihre Identitäten werden demnach noch ermittelt.

Aus Sicherheitsgründen konnten die drei Leichen zunächst nicht geborgen werden, teilte der Polizeichef des Bezirks, Erlichson Pasaribu, mit. Wegen anhaltender Eruption sei die Lage weiterhin zu unsicher für einen Such- und Bergungseinsatz. 17 weitere Wanderer, die nach der Eruption zunächst vermisst worden waren, wurden aber lebend gefunden.

Aufstieg war bereits seit Wochen verboten

Der Vulkan Dukono auf den Nord-Molukken gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes. Bei seinem aktuellen Ausbruch spuckte er eine zehn Kilometer hohe Wolke aus schwarzer Asche in den Himmel. Wegen seiner verstärkten Aktivität war das Gebiet rund um den Berg schon im April für Besucher gesperrt worden.

Warum sich Einheimische und Touristen trotzdem dort aufgehalten haben, ist unklar. Zum Zeitpunkt der Eruption standen zwei Touristengruppen am Kraterrand, sagte der Bergführer Alex Djangu der Nachrichtenagentur AFP. Er selbst sei mit zwei deutschen Wanderern in einem “sicheren” Bereich gewesen.

Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Entlang des Gürtels kommt es häufig zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben.

Mit Informationen von Florian Bahrdt, ARD-Studio Singapur

Comments

No comments yet. Why don’t you start the discussion?

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *