Kurz vor dem Bundesparteitag der FDP macht Henning Höne einen Rückzieher: Statt bei der Wahl des neuen Parteichefs gegen Kubicki anzutreten, will er nun dessen Stellvertreter werden. Damit ist Kubicki der einzige Kandidat.
Der FDP-Politiker Henning Höne will doch nicht Parteichef werden. Nur zwei Wochen vor dem geplanten Bundesparteitag zog der NRW-Landeschef in einem Interview der FAZ seine Kandidatur zurück. Damit ist der Weg frei für Wolfgang Kubicki, der für den Parteivorsitz keine Konkurrenz mehr hat.
Die beiden FDP-Politiker einigten sich auf eine Team-Lösung. Kubicki soll Parteichef werden und Höne sein erster Stellvertreter. Im Interview der FAZ betonte Kubicki, man wolle die Kräfte nun bündeln. “Wir beide wollen uns darauf fokussieren, die FDP so schnell wie möglich wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor in Deutschland zu machen.”
Niederlagen bei Landtagswahlen
Bei der Wahl 2025 war die FDP aus dem Bundestag geflogen. Zuletzt gab es auch Wahlschlappen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In beiden Bundesländern schaffte es die Partei nicht in den Landtag. Nach den Niederlagen bei den Landtagswahlen hatte Parteichef Christian Dürr seinen Rücktritt erklärt.
Vor den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist der Druck auf die Partei dementsprechend hoch. Ende Mai soll auf einem Parteitag die neue Parteispitze der Liberalen gewählt werden.

