Südamerika: Unruhen, Proteste und Treibstoffkrise in Bolivien

Südamerika: Unruhen, Proteste und Treibstoffkrise in Bolivien

Stand: 16.05.2026 • 01:59 Uhr

Immer wieder eskalieren Proteste im südamerikanischen Bolivien, seit der neue Präsident “Kapitalismus für alle” versprochen hat – denn stattdessen steckt das Land in einer tiefen Krise.

Anne Herrberg

In Bolivien gibt es immer wieder Proteste gegen die Regierung. Nun ist es erneut zu Eskalationen gekommen.

Bei einem Protest von unter anderem Bergarbeitern in der Metropole La Paz ging die Polizei mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, die wiederum mit Dynamitstangen geworfen haben sollen.

Tausende waren diese Woche ins Zentrum der Metropole La Paz geströmt, um von der Regierung besseren Zugang zu Treibstoff sowie die Einhaltung von Bergbauvorschriften zu fordern.

Rücktrittsforderungen gegen Präsident

Im Zuge dessen wurden auch Rücktrittsforderungen gegen den erst im vergangenen Jahr gewählten Präsidenten Rodrigo Paz laut.

Paz war Ende des vergangenen Jahres als Präsident vereidigt worden und leitete nach fast 20 Jahren Einparteienherrschaft der “Movimiento al Socialismo” (MAS) eine neue Ära für die Andenrepublik ein.

Land in tiefer Krise

Bolivien steckt jedoch weiter in einer tiefen Wirtschafts- und Treibstoffkrise. Dem Land fehlen US-Dollar, die heimische Energieproduktion sinkt und die sozialen Spannungen nehmen zu.

Neben Bergarbeitern protestieren auch Landwirte und andere gewerkschaftsnahe Gruppen. Regierungsvertreter warfen der Opposition vor, die Proteste anzufachen.

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