Zum palästinensischen Nakba-Gedenktag haben etwa 2.000 Menschen in Berlin demonstriert. Wegen “versammlungstypischer Straftaten” wurden nach Polizeiangaben 15 Teilnehmer festgenommen.
Zum palästinensischen Gedenktag Nakba haben rund 2.000 Teilnehmer in Berlin-Kreuzberg demonstriert. Dabei kam es auch zu vereinzelten Festnahmen. Ein Polizeisprecher sagte dem rbb am Abend, 15 Teilnehmende seien festgenommen worden.
Es habe sich um “versammlungstypische Straftaten” gehandelt, etwa Angriffe auf Einsatzkräfte oder das Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen. Eine Polizistin sei verletzt worden, sie konnte den Dienst aber fortsetzen. Die Demonstration sei dann kurz vor 19 Uhr für beendet erklärt worden. Der Protestzug führte vom Oranienplatz in Kreuzberg zum Südstern in Neukölln.
Begleitet wurde der Zug von 700 Polizei-Einsatzkräften.
Mit der Demonstration sollte an den sogenannten Nakba-Tag erinnert werden. Damit sind die Flucht und Vertreibung von Palästinensern nach Israels Staatsgründung vor 78 Jahren gemeint.
Mehrfach heftige Tumulte bei Protesten am Nakba-Gedenktag
In den vergangenen Jahren hatte es bei diesen Veranstaltungen zum Nakba-Gedenktag mehrfach heftige Tumulte und Flaschenwürfe auf die Polizei gegeben. 2025 wurden bei einer Demonstration mit rund 1.000 Teilnehmern mehrere Polizisten verletzt, einer davon schwer. 56 Menschen waren damals festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelte danach unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs.
Sendung: rbb24 Inforadio, 16.05.2026, 18:00 Uhr
Audio: rbb24 Inforadio, 16.05.2026, Timo Maschweski

