Sicherheitsbedenken: Anthropic muss neueste KI-Versionen sperren

Sicherheitsbedenken: Anthropic muss neueste KI-Versionen sperren

Stand: 13.06.2026 • 13:25 Uhr

Es gehe um nicht weniger als die nationale Sicherheit: US-Behörden haben den KI-Entwickler Anthropic angewiesen, seine neueste Software für Ausländer zu blockieren. Die Firma reagierte und sperrte die Software komplett.

Der KI-Entwickler Anthropic aus den USA kappt nach einer Anordnung der Regierung den Zugang zu seinen fortschrittlichsten Modellen für Künstliche Intelligenz vorerst für alle Nutzer weltweit. Das Handelsministerium habe aus Gründen der nationalen Sicherheit untersagt, ausländischen Staatsbürgern – auch denen in den USA – Zugriff auf die neuen Modelle “Fable 5” und “Mythos 5” zu gewähren, teilte das Unternehmen mit. Um diese Vorgabe zu erfüllen, bleibe nichts anderes übrig, als die Systeme komplett vom Netz zu nehmen.

KI kann Sicherheitslücken aufspüren

Die Künstliche Intelligenz hinter Anthropics KI-Modell “Mythos” ist besonders gut darin, zum Teil auch über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Software-Schwachstellen aufzuspüren. Diese Fähigkeit wurde bisher von US-Behörden und ausgewählten Unternehmen eingesetzt, um Sicherheitslücken zu finden. Eine Sorge war jedoch von Anfang an, dass eine solche KI auch als eine Cyberwaffe eingesetzt werden könnte.

Die US-Regierung habe ihre Sicherheitsbedenken nicht näher ausgeführt, erklärte Anthropic und sprach von einem Missverständnis. Das Unternehmen kündigte an, den Zugang so bald wie möglich wieder herzustellen. Noch am Mittwoch hatte

Anthropic selbst hatte eine stärkere Aufsicht über KI gefordert, einschließlich der Möglichkeit, Modelle mit inakzeptablen Risiken zu sperren. Die jetzigen Maßnahmen der Regierung entsprächen jedoch nicht den Grundsätzen einer fairen und faktenbasierten Regulierung, erklärte das Unternehmen nun.

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