Auch Kabinenpersonal bei der Lufthansa stimmt über Streik ab

Auch Kabinenpersonal bei der Lufthansa stimmt über Streik ab

Stand: 17.03.2026 • 16:55 Uhr

Bei der Lufthansa droht ein weiterer Streik: Nach den Piloten hat nun auch das Kabinenpersonal eine Urabstimmung zu Arbeitskämpfen eingeleitet. Die Gewerkschaft UFO rechnet mit einem klaren Ergebnis.

Bei der Lufthansa steigt die Gefahr neuerlicher Streiks. Nach zwei Streikwellen der Piloten machen sich nun die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa wie auch der Regionaltochter CityLine bereit für den Arbeitskampf. Die Kabinengewerkschaft UFO hat ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung bis Freitag kommender Woche (27. März) aufgerufen. Man rechne mit einem eindeutigen Ergebnis, erklärte UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger.

Die Gewerkschaft hat bei beiden Gesellschaften bereits Warnstreiks organisiert. Gründe für die Eskalation sind aus Sicht von UFO die festgefahrenen Verhandlungen zu einem neuen Manteltarifvertrag bei der Lufthansa und die weiterhin fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der CityLine über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr beendet werden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.

Gemeinsamer Warnstreik vor vier Wochen

Die Arbeitgeberseite habe keine oder nur indiskutable Angebote vorgelegt, erklärte Vázquez Bürger. “Nun müssen wir unsere Mitglieder entscheiden lassen, wie der Konflikt weitergeführt werden soll.” Nach den bisherigen Rückmeldungen der Mitglieder in beiden Flugbetrieben und den Erfahrungen zur Streikteilnahme beim jüngsten Warnstreik gehe man davon aus, dass das Ergebnis “sehr eindeutig” sein werde. “Arbeitskampfmaßnahmen sind anschließend grundsätzlich möglich.”

Die Piloten und das Kabinenpersonal hatten bereits vor rund vier Wochen die Lufthansa am gleichen Tag bestreikt. Das Unternehmen hatte rund 800 Flüge streichen müssen und von fast 100.000 betroffenen Passagieren gesprochen.

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