Einigung bei Arbeitsgruppe: Hebammen sollen ab April mehr Geld bekommen

Einigung bei Arbeitsgruppe: Hebammen sollen ab April mehr Geld bekommen

Stand: 17.03.2026 • 16:56 Uhr

Monatelang wurde gerungen, jetzt hat eine Arbeitsgruppe aus Berufsverbänden und Krankenkassen eine Einigung erzielt: Hebammen sollen bereits ab April mehr Geld bekommen. Auch weniger Bürokratie soll ihre Arbeit erleichtern.

Hebammen sollen künftig besser bezahlt und zu weniger Bürokratie verpflichtet werden. Mit einer Einigung auf zentrale Details setzte eine Arbeitsgruppe von Berufsverbänden und dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen den vorläufigen Schlusspunkt hinter ein monatelanges Ringen. Die Verbesserungen sollen zum 1. April greifen und enthalten mehrere Punkte.

So sollen Hebammen unter anderem bei Geburten in Krankenhäusern anders als bisher bestimmte Zuschläge für die 1:1-Betreuung von Gebärenden auch dann bekommen, wenn die Frauen erst kurz davor erscheinen. Zudem müssen sich Hebammen künftig keine Unterschrift mehr besorgen, die sie bisher zur Abrechnung telefonischer Beratung von Frauen zu Hause gebraucht hatten, wie der Deutsche Hebammenverband und der Kassenverband mitteilten.

Hebammenverband will Klage zurücknehmen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken begrüßte den Schritt als “eine gute Nachricht”. Die CDU-Politikerin dankte in der Rheinischen Post allen Hebammen “für ihren Einsatz an der Seite der Frauen, Kinder und Familien”. Der Deutsche Hebammenverband will nun seine Klage gegen einen zuvor gefallenen Schiedsspruch zurücknehmen.

Der bisherige Hebammenhilfevertrag wurde im vergangenem Jahr durch eine Schiedsstelle festgesetzt. Gegen diesen hatte es Proteste von Hebammenverbänden gegeben, unter anderem wegen ihrer Ansicht nach ungenügenden Regelungen etwa bei der Bezahlung der Betreuung von Klinikgeburten. Die Verbände hatten davor gewarnt, dass Frauen in Deutschland künftig schlechter versorgt würden.

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