In Myanmar hat das Parlament den seit Jahren faktisch regierenden Militärjunta-Chef Min Aung Hlaing zum Präsidenten gewählt. Er hatte 2021 einen Putsch angeführt. Seitdem herrscht Bürgerkrieg in dem Land.
Das Parlament in Myanmar hat den Militärchef Min Aung Hlaing zum Präsidenten des Landes ernannt. Dieser Schritt war erwartet worden.
Er folgt auf die umstrittenen Parlamentswahlen im Dezember und Januar. Die Vereinten Nationen verurteilten die Wahlen als undemokratisch, weil nur militärnahe Parteien zugelassen waren.
Aung San Suu Kyi weiter im Gefängnis
Der Chef der Militärjunta hatte sich 2021 an die Macht geputscht und die demokratisch gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Die 80-Jährige sitzt seitdem im Gefängnis – so wie zahlreiche andere politische Gefangene.
Myanmar versinkt in Chaos und Gewalt
In Myanmar tobt seit fünf Jahren ein Bürgerkrieg zwischen militärisch gut ausgestatteten Regierungstruppen und oppositionellen Widerstandsgruppen. Das Land versinkt in Chaos und Gewalt. Lebensmittel, Medikamente und Benzin sind knapp und teuer. Rund drei Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht.
Der 69-jährige Ming Aung Hlaing trat vor seiner Ernennung zum Präsidenten als oberster Militärführer Myanmars nach 15 Jahren im Amt zurück und ernannte den ihm treu ergebenen Geheimdienstchef zu seinem Nachfolger an der Spitze des Militärs.


