Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Französin in kritischem Zustand

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Französin in kritischem Zustand

Stand: 13.05.2026 • 06:56 Uhr

Nach der Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs “Hondius” ist eine mit dem Hantavirus infizierte Französin schwer erkrankt. Sie wurde an eine künstliche Lunge angeschlossen. Italien und Großbritannien trafen unterdessen weitere Vorsichtsmaßnahmen.

Eine mit dem Hantavirus infizierte französische Passagierin des Kreuzfahrtschiffs “Hondius” ist schwer erkrankt. Sie sei an eine künstliche Lunge angeschlossen worden, sagte Xavier Lescure, Spezialist für Infektionskrankheiten am Bichat-Krankenhaus, in Paris. Das Gerät soll Lunge und Herz entlasten und den Organen so die nötige Zeit zur Erholung verschaffen.

Lescure bezeichnete das Vorgehen als “die letzte Stufe der unterstützenden Therapie”. Die Zahl der gemeldeten Fälle im Zusammenhang mit dem Ausbruch an Bord ist mittlerweile auf insgesamt elf gestiegen, wovon laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neun durch Labortests bestätigt wurden. Drei Menschen starben nach einer Infektion mit dem Virus.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Unterdessen sind in Italien zwei weitere Menschen auf eine mögliche Infektion mit dem Hantavirus getestet worden. Dabei handelt es sich um eine argentinische Touristin und einen Mann aus der italienischen Region Kalabrien. Die beiden waren kurz zuvor in einer betroffenen Region oder hatten Kontakt mit infizierten Personen.

Großbritannien hat beschlossen, zehn Staatsangehörige nach Hause zu bringen und diese vorsorglich zu isolieren, da sie sich in abgelegenen Inselterritorien aufgehalten haben oder Kontakt zu nachweislich infizierten Personen hatten.

Die Infizierten auf dem Kreuzfahrtschiff “Hondius” waren durch den Südatlantik gereist und hatten dort auf dem Weg von Argentinien zu den Kapverden an verschiedenen Stellen Halt gemacht.

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