Immobilienpreise 2025 wieder gestiegen | tagesschau.de

Immobilienpreise 2025 wieder gestiegen | tagesschau.de

Stand: 25.03.2026 • 12:51 Uhr

Die Preise für Wohnungen und Häuser waren 2025 erstmals seit drei Jahren wieder höher. Der Trend dürfte sich fortsetzen. Experten erwarten auch in den kommenden Jahren steigende Preise, weil das Angebot knapp bleibt.

Wohnimmobilien sind 2025 im Schnitt um 3,2 Prozent teurer geworden als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, waren die Jahresdurchschnittspreise 2024 und 2023 im Vorjahresvergleich noch gesunken: Während 2024 die Preise durchschnittlich um 1,5 Prozent niedriger waren als im Vorjahr, kosteten 2023 Wohnimmobilien durchschnittlich 8,4 Prozent weniger als noch 2022.

Auch im vierten Quartal kosteten Wohnimmobilien in allen Regionen Deutschlands im Schnitt mehr als im Vorjahresquartal. Die Preise waren um durchschnittlich drei Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

Wohnungen wie auch Häuser deutlich teurer

Für Eigentumswohnungen zahlten Käuferinnen und Käufer im 4. Quartal 2025 in dünn besiedelten ländlichen Kreisen 5,4 Prozent und in kreisfreien Großstädten außerhalb der sieben größten Metropolen 4,8 Prozent mehr als im 4. Quartal 2024. In den sieben größten Städten Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf) stiegen die Preise um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Auch die Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahresquartal mit 3,2 Prozent am stärksten in den dünn besiedelten Kreisen und mit 3,1 Prozent in den kreisfreien Großstädten. In den Metropolen verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Experten sehen weiteren Aufwärtstrend der Preise

Der Aufwärtstrend dürfte sich ‌in den kommenden Jahren fortsetzen. Einer Umfrage unter Immobilienanalysten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge werden die Preise in diesem Jahr voraussichtlich um 3,3 Prozent ​zulegen. Für 2027 und 2028 wird ein Plus von jeweils drei Prozent vorhergesagt. Allerdings fürchtet die Branche steigende Zinskosten.

Der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zufolge leidet insbesondere der Markt für Neubauten unter den jüngst gestiegenen Finanzierungskosten. “Wir rechnen damit, dass sich das Zinsniveau um die Marke von vier Prozent einpendelt”, sagte LBBW-Analyst Benedikt Horwedel. Die Wohnungsknappheit werde aber dafür sorgen, dass Mieten und Preise weiteren Aufwärtsdruck erfahren – zwischen drei und vier Prozent allein in diesem Jahr.

Baubranche startet schwach

Zugleich meldete die Baubranche einen schwachen Jahresauftakt: Bereinigt um Preissteigerungen (real) verbuchte das Bauhauptgewerbe im Januar 5,1 Prozent weniger Aufträge als im Dezember 2025, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Januar 2025 gab es real 4,3 Prozent weniger neue Bestellungen. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) sowie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau).

Nach Einschätzung von Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer beim Zentralverband Deutsches Baugewerbe, sei positiv, dass die Auftragsbestände knapp 13 Prozent über dem Vorjahresniveau lägen. Das sei “ein gutes Fundament für das bevorstehende Jahr”. Entscheidend sei, dass die Aufträge im Wohnungsbau und in der Infrastruktur nicht abrissen. Im Wohnungsbau sei ein Auftragsminus von circa 15 Prozent im Januar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat “eine Warnung, dass der Aufschwung noch nicht selbst trägt”. Im Straßenbau fehlten Aufträge.

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