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Im Iran sind nach Angaben der Behörden zwanzig Menschen unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen worden. Mehrere Golfstaaten melden erneut iranische Angriffe.
09:53 Uhr
Israel: Neue Angriffswelle auf Iran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine neue breitangelegte Angriffswelle in Iran gestartet. Es sei die Infrastruktur des iranischen Machtapparats im Westen des Landes angegriffen worden, hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Am Morgen und in der Nacht war es zu mehreren Raketenangriffen aus Iran in Israel gekommen.
09:47 Uhr
Hisbollah meldet “direkte Kämpfe”
Die von Iran unterstützte Hisbollah meldete direkte Kämpfe mit der israelischen Armee im Südlibanon. Diese erklärte, dass mehrere Hisbollah-Mitglieder getötet worden seien.
09:01 Uhr
Südkorea will offenbar Entsendung von Schiffen prüfen
Das südkoreanische Präsidialamt erklärte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, es werde die Aufforderung von US-Präsident Donald Trump an die Verbündeten, Kriegsschiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden, sorgfältig prüfen. “Wir werden uns in dieser Angelegenheit eng mit den USA abstimmen und nach sorgfältiger Prüfung eine Entscheidung treffen”, hieß es in einer Erklärung des Amtes.
Trump hatte gestern andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung der Straße von Hormus gedrängt. Auf der Plattform Truth Social sagte er, er hoffe darauf, dass auch China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien “und andere Länder” Schiffe entsenden. Konkreter wurde er nicht.
08:48 Uhr
Israels Norden unter Raketenbeschuss
Raketen aus Iran und Libanon werden auf Israels Norden abgefeuert. Die israelische Armee meldete Angriffe. Medienberichten zufolge heulten Warnsirenen im Grenzgebiet zum Libanon sowie auf den besetzten Golanhöhen. Anschließend berichtete das israelische Nachrichtenportal “ynet”, auch aus dem Libanon seien zehn Raketen auf Israels Norden abgefeuert worden. Ein Teil davon sei von der Raketenabwehr abgefangen worden und der Rest in offenen Gebieten eingeschlagen.
Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte. In der Nacht hatte es in verschiedenen Orten in Israel Einschläge gegeben.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
08:41 Uhr
Ölverladung in den Emiraten wieder aufgenommen
Die Ölverladung im Emirat Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist heute Branchenkreisen zufolge wieder aufgenommen worden, wie die Nachrichtenagentur Reuters mitteilte. Gestern war dort von einem Drohnenangriff und einem Brand berichtet worden.
Am Samstag hatten Trümmer einer abgefangenen iranischen Drohne nach Angaben der Behörden eine Öleinrichtung in Fudschaira getroffen.
Fudschaira liegt außerhalb der Straße von Hormus und ist ein wichtiger Betankungshafen sowie ein Rohölexportterminal. Über das Emirat wird täglich etwa eine Million Barrel Murban-Rohöl aus den VAE exportiert. Dies entspricht etwa einem Prozent der weltweiten Nachfrage. Der staatliche Ölkonzern ADNOC aus Abu Dhabi, der in dem Emirat tätig ist, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über die Wiederaufnahme der Ölverladung in dem Emirat berichtet.
08:33 Uhr
Saudi-Arabien: zehn Drohnen abgefangen
Saudi-Arabien hat dem Verteidigungsministerium zufolge zehn Drohnen über der Hauptstadt Riad und den östlichen Regionen des Landes abgefangen.
07:33 Uhr
Bericht: 20 Festnahmen in Iran wegen Kooperation mit Israel
Im Nordwesten Irans sind zwanzig Menschen unter dem Vorwurf der Zusammenarbeit mit Israel festgenommen worden. Das meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft der Provinz West-Aserbaidschan. Den Festgenommenen werde vorgeworfen, Daten über die Standorte militärischer und sicherheitsrelevanter Einrichtungen Irans an Israel übermittelt zu haben.
06:52 Uhr
Emirate: Erneuter Beschuss aus Iran
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind erneut unter iranischen Beschuss geraten. Die Flugabwehr sei dabei, Raketenangriffe und aus Iran kommende Drohnen abzufangen, teilte das Verteidigungsministerium am frühen Morgen auf der Plattform X mit.
Der Berater des Präsidenten, Anwar Gargasch, erklärte in der Nacht, sein Land habe zwar das Recht, sich gegen die “terroristische Aggression” zu verteidigen. Zugleich fügte er jedoch hinzu, man wolle weiterhin Vernunft und Zurückhaltung walten lassen.
05:24 Uhr
USA ziehen Regierungsmitarbeiter aus Oman ab
Das US-Außenministerium hat die Ausreise von nicht-essenziellen Regierungsmitarbeitern und deren Familienangehörigen aus dem Oman angeordnet. Das Ministerium begründete dies mit Sicherheitsrisiken angesichts des anhaltenden Krieges der USA und Israels gegen Iran. Es besteht weiterhin die Gefahr von Drohnen- und Raketenangriffen aus dem Iran, und es komme zu erheblichen Beeinträchtigungen des Linienflugverkehrs, teilte das Ministerium mit.
04:49 Uhr
Selenskyj: Russland hilft Iran mit Kampfdrohnen
Russland hilft Iran nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Kampfdrohnen. Es sei eine “hundertprozentige Tatsache”, dass Iran vom russischen Militär hergestellte Drohnen des Typs Shahed für Angriffe auf US-Stützpunkte eingesetzt habe, sagte Selenskyj dem Sender CNN. Iran hatte ursprünglich Russland mit den Kampfdrohnen für den Krieg gegen die Ukraine beliefert. Inzwischen stellt Russland sie nach ukrainischen Angaben selbst her.
Eine Kampfdrohne vermutlich vom Typ Shahed 136
04:06 Uhr
Bei Tankflugzeug-Absturz getötete US-Soldaten identifiziert
Das US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben sechs bei einem Flugzeugabsturz im Irak getötete US-Soldaten identifiziert. Ein feindlicher oder versehentlicher Beschuss sei nicht die Ursache gewesen, hieß es. Die Islamische Widerstandsbewegung im Irak, eine vom Iran unterstützte Miliz, hatte dagegen erklärt, sie habe das Flugzeug abgeschossen.
Zunächst hatte das US-Militär den Tod von vier der sechs Besatzungsmitglieder bestätigt und nach den beiden anderen suchen lassen. Die Soldaten waren an Bord eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135, das zur Unterstützung von US-Angriffen auf Iran im Einsatz war. An dem Absturz war dem Militär zufolge ein weiteres Flugzeug beteiligt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert an.
02:32 Uhr
Mehrere Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama
Der Iran hat seine Angriffe auf die umliegenden Golfstaaten fortgesetzt. Zwei Journalisten der Nachrichtenagentur AFP hörten am frühen Sonntagmorgen mehrere Explosionen in Bahrains Hauptstadt Manama. Seit Beginn der iranischen Angriffe hat das Emirat nach eigenen Angaben 125 Raketen und 203 Drohnen abgefangen.
02:32 Uhr
Weitere Angriffe auf Golfstaaten: Radar am Flughafen in Kuwait beschädigt
Mehrere Golfstaaten sind erneut unter Beschuss geraten. Die Luftfahrtbehörde in Kuwait teilte mit, der internationale Flughafen Kuwait sei am Abend Ziel mehrerer Drohnenangriffe gewesen. Dabei sei das Radarsystem des Flughafens beschädigt worden. Aktuell ist der Luftraum über Kuwait gesperrt. Das saudische Verteidigungsministerium meldete am Abend den Abschuss von sechs ballistischen Raketen.
Behörden im Emirat Fudschaira teilten am Samstag mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Am Abend hieß es, die Löscharbeiten dauerten weiter an. Der Hafen von Fudschaira ist ein wichtiger Lager- und Umschlagort vor allem für Öl. Das Verteidigungsministerium von Katar teilte am Abend auf X mit, im Laufe des Tages sei man Angriffen mit vier ballistischen Raketen und einer Anzahl von Drohnen aus dem Iran ausgesetzt gewesen. Die Streitkräfte hätten alle Drohnen und Raketen abfangen können.
02:32 Uhr
Trump: Insel Charg “nur so zum Spaß” bombardieren
US-Präsident Donald Trump hat mit weiteren Angriffen auf die iranische Insel Charg im Persischen Golf gedroht. Die bisherigen Luftangriffe hätten den größten Teil der Insel “total zerstört”, sagte Trump warnte, dass weitere folgen könnten. Gegenüber NBC News erklärte er: “Wir werden vielleicht noch ein paar Mal zuschlagen, nur so zum Spaß.”
Trump zeigte sich zugleich offen für eine Verhandlungslösung zur Beendigung des Konflikts, allerdings seien die Bedingungen noch nicht gut genug. Berichte über den Tod des neuen obersten Führers des Iran nannte Trump “ein Gerücht”.
02:32 Uhr
Drei weitere iranische Fußballerinnen ziehen Asylantrag zurück
Mehrere iranische Fußball-Nationalspielerinnen hatten während der Asienmeisterschaft in Australien Asyl beantragt – nun haben drei erklärt, sie wollten doch zurück in die Heimat. Das gab Australiens Innenminister Tony Burke bekannt. Die Fußballerinnen hatten vor ihrem ersten Spiel in Australien die iranische Nationalhymne nicht mitgesungen.
Ihre Geste war von vielen Beobachtern als Zeichen des Widerstands gegen die Islamische Republik interpretiert worden, Menschenrechtsorganisationen warnten vor Repressalien gegen die Spielerinnen nach ihrer Rückkehr in den Iran. Anfang der Woche hatte bereits eine Spielerin ihre Meinung geändert und den Asylantrag zurückgezogen.
Iranische Fußballerinnen verfolgen ein Spiel in Australien.
02:32 Uhr
US-Medienaufsicht droht Sendern mit Lizenzentzug
Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump an einigen US-Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Iran-Krieg hat die US-Medienaufsichtsbehörde FCC mit Konsequenzen gedroht. Sender müssten laut Gesetz “im öffentlichen Interesse” handeln, erklärte FCC-Chef Brendan Carr. Sie würden ihre Lizenzen verlieren, “wenn sie dies nicht täten.
Der FCC-Chef bezog sich auf einen Post von Trump, in dem der Präsident “eine absichtlich irreführende Schlagzeile der Fake-News-Medien” über fünf Tankflugzeuge anprangerte, die in Saudi-Arabien von iranischen Angriffen getroffen worden seien. Aktivisten kritisierten die Warnung von Carr als “empörend”. Wenn die Regierung die Presse unter Androhung von Strafen dazu zwinge, zum Sprachrohr des Staates zu werden, laufe etwas gewaltig schief, erklärte die Stiftung Fire.
02:32 Uhr
Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen
US-Präsident Trump drängt andere Länder zur Entsendung von Kriegsschiffen zur Straße von Hormus. Die katarischen Behörden haben nach eigenen Angaben wichtige Stadtgebiete von Doha evakuiert.

