Iran-Liveblog: ++ Vance warnt Iran vor Bruch der Waffenruhe ++

Iran-Liveblog: ++ Vance warnt Iran vor Bruch der Waffenruhe ++


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Stand: 08.04.2026 • 22:18 Uhr

US-Vizepräsident Vance hat Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte Teheran die Waffenruhe brechen. Die Mullahs wiederum werfen Washington vor, gegen mehrere Punkte der Einigung zu verstoßen.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

22:18 Uhr

Israel will Hisbollah weiter angreifen

Israel will nach Angaben seines Militärsprechers trotz der Waffenruhe weiter gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon kämpfen. “Im Libanon stoppen wir nicht und haben nicht für einen Moment gestoppt”, sagte Sprecher Effie Defrin in einer Videobotschaft. Die jüngsten Angriffe auf die Hisbollah seien die größten seit Wiederaufflammen des Konflikts Anfang März gewesen. Man habe die Pläne dafür lange vorbereitet.

Nach Angaben der Hisbollah ist bei einem dieser Angriffe ein Leibwächter des Hisbollah-Chefs Naim Kassim getötet worden.

22:15 Uhr

Vance droht Iran bei Bruch der Waffenruhe

US-Vizepräsident JD Vance hat Iran mit Konsequenzen gedroht, sollte Teheran die Waffenruhe brechen. “Wenn sie ihre Versprechen brechen, werden sie mit schwerwiegenden Folgen rechnen müssen”, sagte Vance zu Reportern vor seinem Abflug in Budapest.

Teheran müsse die nächsten Schritte gehen, sonst habe US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit, wieder in den Krieg zu ziehen, so Vance weiter.

21:35 Uhr

Iran wirft USA vor, gegen Einigung zu verstoßen

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf wirft den USA vor, gegen die getroffene Einigung zu verstoßen. Ghalibaf zufolge sind bereits drei zentrale Punkte des 10-Punkte-Vorschlags verletzt worden.

Zu den Verstößen gehörten die Verletzung eines Waffenstillstands im Libanon, das Eindringen einer Drohne in den iranischen Luftraum und die Verweigerung des Rechts des Iran auf Urananreicherung, schrieb Ghalibaf auf der Plattform X. Unter solchen Umständen seien ein bilateraler Waffenstillstand oder Verhandlungen nicht sinnvoll.

21:22 Uhr

USA fordern Öffnung der Straße von Hormus

Die USA haben Iran zur sofortigen Öffnung der Straße von Hormus gedrängt. Präsident Donald Trump erwarte, dass die Meerenge “unverzüglich, schnell und sicher wieder geöffnet” werde, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Jede Schließung sei “völlig inakzeptabel”.

Aus Protest gegen die israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon hat Iran nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars die wichtige Meerenge wieder geschlossen.

21:19 Uhr

Politologe: “Mindestens ein halbes Dutzend Widersprüche”

Wie geht es nun weiter in den Verhandlungen zwischen den USA und Iran? Ali Fathollah-Nejad ist Direktor des Center for Middle East and Global Order, einer Denkfabrik in Berlin, die sich mit Transformationen im Nahen Osten beschäftigt. Er ordnet die aktuelle Lage im Gespräch mit tagesschau24 ein.

20:33 Uhr

Vance soll US-Delegation bei Verhandlungen leiten

Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe im Iran-Krieg sollen laut Weißem Haus am Samstag direkte Verhandlungen mit Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad stattfinden. US-Präsident Trump entsende dafür eine Delegation um Vizepräsident JD Vance, den Sondergesandten Steve Witkoff sowie seinen Schwiegersohn Jared Kushner, sagte Regierungssprecherin Karoline Leavitt in Washington. Erste Gespräche sollen demnach am Samstagmorgen (Ortszeit) stattfinden.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hatte Delegationen der USA und Irans für Gespräche eingeladen. Regierungschefs aus Europa wollen sich ebenfalls diplomatisch einbringen.

19:28 Uhr

Iran zieht offenbar Ende des Waffenstillstands in Erwägung

Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, wegen der israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon aus der vereinbarten zweiwöchigen Feuerpause mit den USA auszusteigen.

Aus Protest gegen die Angriffe auf die verbündete Miliz stoppte Iran den Angaben von Fars zufolge auch den Schiffsverkehr durch die für den Öl- und Gashandel wichtige Straße von Hormus wieder. Diese Blockade widerspricht der Vereinbarung mit den USA.

18:55 Uhr

Libanon meldet Tote und Verletzte

Im Libanon sind bei den jüngsten israelischen Angriffen libanesischen Angaben zufolge mindestens 112 Menschen getötet und 800 weitere verletzt worden. Das melden sowohl die Nachrichtenagentur AP als auch Reuters unter Verweis auf das libanesische Gesundheitsministerium.

17:59 Uhr

Trump: Libanon nicht Teil des Abkommens

Bei der mit Iran vereinbarten Feuerpause war der Libanon laut US-Präsident Donald Trump nicht mit einbezogen. Trump sagte am Mittwoch in einem Telefoninterview mit dem Fernsehsender PBS, das sei eine separate Auseinandersetzung. Der Libanon sei nicht Teil des Abkommens. Israel hatte am Mittwoch massive Angriffe auf Stellungen der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz geflogen.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach Angaben der Polizei 375 Menschen festgenommen worden, weil sie Videoaufnahmen gemacht oder “irreführende Informationen” über den Iran-Krieg auf Social-Media-Plattformen verbreitet haben sollen. Die Festgenommenen hätten verschiedene Nationalitäten, erklärte die Polizei von Abu Dhabi auf der Plattform X. Sie seien an die Staatsanwaltschaft übergeben worden.

17:34 Uhr

Kuwait meldet iranische Drohnenangriffe auf Ölanlagen

Das kuwaitische Innenministerium hat nach iranischen Drohnenangriffen am Mittwoch “schwere Schäden” an mehreren wichtigen Einrichtungen der Ölgesellschaft Kuwait Petroleum Corporation gemeldet. An einigen der angegriffenen Standorte seien Brände ausgebrochen. Auch Meerwasserentsalzungsanlagen seien betroffen. Auch Katar meldet Angriffe aus dem Iran mit Raketen und Drohnen. Alle seien aber erfolgreich abgefangen worden. Offiziell gilt eine Waffenruhe.

16:21 Uhr

Merz telefoniert mit Trump

Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach der zwischen den USA und Iran vereinbarten Waffenruhe mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das verlautete aus Regierungskreisen. Es sei ein freundschaftliches, kürzeres Telefonat gewesen, berichtet die Bild-Zeitung.

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet erfuhr, warb Merz dabei für weitere diplomatische Schritte. Um eine mögliche Beteiligung Deutschlands an der Sicherung der Straße von Hormus ging es laut Bild hingegen nicht. Merz habe sich ein Bild vom Stand der diplomatischen Bemühungen machen wollen.

15:47 Uhr

Israel spricht von größten Angriffen auf Hisbollah-Ziele

Nach Ansicht Israels gilt die mit Iran vereinbarte Waffenruhe nicht für den Libanon. Das Militär führt Angriffe im ganzen Land durch. Israel spricht von den größten Angriffen auf Hisbollah-Ziele seit Kriegsbeginn, berichtet Sophie von der Tann

15:23 Uhr

Große Trauerfeier für Chamenei geplant

Die iranische Führung plant 40 Tage nach dem Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei für Donnerstag in Teheran eine große Gedenkfeier. Das Motto laute: “Niemals Beugung vor Erniedrigung”. Die Zeremonie sei “ein Zeichen der Treue zur islamischen Revolution und des Respekts gegenüber dem getöteten Führer”, sagte ein Sprecher.

Bereits am Mittwoch sollte in der Schiiiten-Metropole Ghom südlich von Teheran eine ähnliche Gedenkfeier stattfinden. Chamenei war zu Beginn des Kriegs am 28. Februar bei Luftangriffen der USA und Israels auf seine Residenz in Teheran getötet worden. Laut islamischem Brauch wird im Iran besonders der 40. Tag nach dem Tod eines Verstorbenen gewürdigt. Das ist zugleich der Abschluss der Trauerphase.

14:43 Uhr

Trump droht mit Strafzöllen für Irans Waffenlieferanten

US-Präsident Donald Trump droht Ländern, die Iran mit Waffen beliefern, mit Strafzöllen von 50 Prozent. Ein entsprechender Zollsatz solle mit sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

14:41 Uhr

Europäer und Kanada pochen auf Kriegsende

In einer gemeinsamen Erklärung haben die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Italien, Deutschland, Großbritannien, Dänemark, Spanien, der Niederlande, Kanada und die Spitzen der EU die vereinbarte Waffenruhe im Iran-Krieg begrüßt. Ziel sei nun, zu einem dauerhaften Frieden zu kommen. Man werde dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu gewährleisten.

14:32 Uhr

Hegseth: Irans Raketenprogramm zerstört

Die USA haben nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth mit ihren Angriffen die Fähigkeiten von Iran zum Bau von Raketen zerstört. “Wir haben die vollständige Zerstörung der iranischen Verteidigungsindustrie abgeschlossen, ein zentrales Element unseres Auftrags”, sagte Hegseth, der sich Kriegsminister nennt. “Sie können keine Raketen mehr bauen.” Auch andere hochentwickelte Waffen könne das Land nicht mehr herstellen.

14:21 Uhr

Israel greift Hisbollah-Ziele im Libanon an

Israels Militär führt aktuell im ganzen Libanon nach eigenen Angaben Angriffe auf die Infrastruktur der Hisbollah-Miliz durch. Dabei seien auch Kommandozentren der Miliz in der Hauptstadt Beirut getroffen worden, teilt das Militär mit. Die meisten Ziele hätten sich in zivilen Gebieten im ganzen Land befunden.

Zuvor hatte Israel erklärt, dass der Libanon aus seiner Sicht von der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg ausgenommen sei.

14:21 Uhr

Trump will verschüttetes Uran bergen

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social eine Zusammenarbeit mit Iran bei der Bergung von bei Angriffen verschüttetem Uran angekündigt und eine weitere Anreicherung von Uran in der Islamischen Republik ausgeschlossen. Eine Bestätigung aus Teheran für die gemeinsame Bergung von angereichertem Uran oder einen Verzicht auf Urananreicherung liegt bislang nicht vor.

14:21 Uhr

Hormus: Bundesregierung erwartet Gebührenfreiheit

Die Bundesregierung fordert für die Straße von Hormus einen unbehinderten Schiffsverkehr auf Grundlage internationaler Abkommen. Die Meerenge sei nicht nur iranisches Seegebiet, sondern es gelte auch das UN-Seerechtsübereinkommen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. “Und deswegen ist es erforderlich, dass bei der Wiederaufnahme ein freier, sicherer und auch gebührenfreier Seeschiffsverkehr sichergestellt wird. Das ist die deutsche Position, die sich aus dem internationalen Recht, was hier anwendbar ist, herleitet”, sagte er weiter.

13:34 Uhr

Syrien nimmt Flugverkehr wieder auf

Angesichts der Waffenruhe hat auch Syrien den Flugverkehr wieder aufgenommen. Alle geschlossenen Luftkorridore seien wieder geöffnet, teilte die syrische Zivilluftfahrtbehörde mit. Der internationale Flughafen in Damaskus habe ebenfalls wieder den Betrieb aufgenommen. Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar war der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt. Zuvor hatte der Irak die Wiederöffnung des Luftraums verkündet.

13:33 Uhr

Finanzministerium: Prüfen weiter Entlastungen

Das Bundesfinanzministerium sieht angesichts der weiter hohen Spritpreise keinen Grund für eine Entwarnung. Man begrüße die Waffenruhe im Iran-Krieg, sagte ein Sprecher in Berlin. “Die Lage ist weiterhin volatil, die bisherigen Auswirkungen des Krieges sind enorm”, fügte er hinzu. “Deswegen beobachten wir weiter die Lage sehr aufmerksam und prüfen auch weiterhin Maßnahmen für gezielte Entlastungen, insbesondere der Pendlerinnen und Pendler, von kleinen Unternehmen und von Familien.” Dazu stehe man mit anderen Ressorts innerhalb der Bundesregierung im Austausch.

13:23 Uhr

Türkei dringt auf Umsetzung der Waffenruhe

Die Türkei begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg und dringt auf eine vollständige Einhaltung. “Wir begrüßen den gestern Abend verkündeten Waffenstillstand in dem Krieg, der unsere Region seit dem 28. Februar in einen Krisenherd verwandelt hat”, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. “Wir hoffen, dass der Waffenstillstand in dem Gebiet vollständig umgesetzt wird, ohne möglichen Provokationen und Sabotageakten eine Chance zu geben.”

13:18 Uhr

Polen: Keine dauerhafte Stabilität

Polens Regierungschef Donald Tusk rechnet trotz Erleichterung über die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe nicht mit einer dauerhaften Stabilisierung in Nahost. “Frieden und sogar ein vorübergehender Waffenstillstand sind immer besser als Krieg”, sagte er zu Beginn einer Kabinettsitzung in Warschau. Allerdings gehe er angesichts des bisherigen Vorgehens, der Erfahrung und der Worte der an dem Konflikt beteiligten Politiker “mit äußerster Vorsicht” von einer Perspektive von mehreren Wochen aus.

13:10 Uhr

Reedereien meiden weiter Straße von Hormus

Die Feuerpause im Iran-Krieg ist auch für Reedereien ein Hoffnungsschimmer. Doch Hapag-Lloyd, Maersk und der deutsche Reederverband warnen: Für einen normalen Betrieb in der Straße von Hormus reicht das noch nicht.

13:01 Uhr

Hisbollah warnt vor Bruch der Feuerpause

Der Hisbollah-Abgeordnete Ibrahim al-Mussawi hat vor einer Reaktion Irans und seiner Verbündeten gewarnt, sollte Israel die vereinbarte Feuerpause nicht einhalten. Die Übereinkunft schließe den Libanon gemäß den Bestimmungen ein, und Iran habe auf dieser Einbeziehung bestanden, sagte al-Mussawi dem Fernsehsender Al-Dschadid. Die israelische Regierung hat die Einbeziehung des Libanons in die Übereinkunft bestritten und erklärt, es werde die Angriffe auf das Land fortsetzen.

12:56 Uhr

EU will sich noch nicht zu Hormus äußern

Die EU-Kommission will sich noch nicht zu zu möglichen künftigen Maßnahmen zur Sicherung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus äußern. “Wir haben die Nachricht von der Waffenruhe erhalten. Wir begrüßen sie. Wie die Hohe Vertreterin (Kaja Kallas) gesagt hat, haben wir ein Zeitfenster für Vermittlungsbemühungen, das offen bleiben muss, und dann sehen wir weiter”, sagt EU-Sprecher Anouar El Anouni während einer täglichen Pressekonferenz. Die Straße von Hormus sei ein globales öffentliches Gut, das für alle offen bleiben sollte.

12:41 Uhr

Libanesische Armee warnt Menschen vor Rückkehr

Die libanesische Armee hat die Bevölkerung davor gewarnt, in den Süden des Landes zurückzukehren. Es bestehe die Gefahr weiterer Angriffe durch Israel, teilte die Armee mit. Zuvor hatte Israel erklärt, die Waffenruhe mit Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah.

Israels Armee hatte am Morgen und Vormittag für mehrere Gegenden im Libanon, darunter die südlichen Vororte von Beirut, ihre Fluchtaufrufe vor anstehenden Angriffen auf Ziele der Hisbollah erneuert.

12:38 Uhr

Internationales Aufatmen

International wird die Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause im Krieg gegen Iran begrüßt. Auch die Bundesregierung zeigt sich erleichtert. Doch allen ist klar: Gelöst ist die Krise noch nicht – erfolgreiche Diplomatie muss folgen. Ein Überblick:

12:29 Uhr

Vance ruft zu “aufrichtigen Verhandlungen” auf

US-Vizepräsident JD Vance hat die Waffenruhe mit dem Iran als “zerbrechlich” eingestuft und die Führung in Teheran zu “aufrichtigen Verhandlungen” aufgefordert. “Wenn die Iraner bereit sind, aufrichtig mit uns zu arbeiten, können wir meiner Meinung nach eine Vereinbarung erzielen”, sagte Vance in Budapest. Sollte die iranische Führung jedoch nicht an den Verhandlungstisch kommen, “werden sie herausfinden, dass man sich nicht mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten anlegen sollte”, betonte der Vizepräsident.

12:21 Uhr

Ägypten fordert Ende der Kämpfe im Libanon

Ägypten hat Israel aufgefordert, seine Angriffe auf den Libanon unverzüglich einzustellen. Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran müsse sich darin widerspiegeln, dass Israel seine Angriffe “auf den brüderlichen Libanon” sofort beende, teilte das Außenministerium in Kairo mit. Die Situation im Libanon sei weiter kritisch.

12:16 Uhr

Iran meldet Explosionen am Persischen Golf

Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt. Die Feuerwehr sei im Einsatz, die Brände unter Kontrolle zu bringen und die Anlagen zu sichern. Todesopfer gab es demnach nicht.

Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter berichtete.

12:11 Uhr

Kuwait und Emirate melden weiter Angriffe aus Iran

Trotz der geltenden Waffenruhe haben die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate Beschuss aus Iran gemeldet. Man sei seit dem Morgen mit einer Welle iranischer Angriffe konfrontiert, teilte die kuwaitische Armee mit, und habe 28 iranische Drohnen abgefangen. Einige der Drohnen hätten auf Ölanlagen und Kraftwerke im Süden des Landes gezielt und Sachschaden an der Infrastruktur und Entsalzungsanlagen verursacht.

Das Verteidigungsministerium der Emirate teilte auf X mit, die Luftverteidigung sei gegen Raketen- und Drohnenangriffe aus Iran im Einsatz. Ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden.

Im iranischen Staatsfernsehen wurden die Angriffe mit Raketen und Drohnen bestätigt. Sie erfolgten in Reaktion auf Bombardierungen iranischer Ölanlagen am Persischen Golf kurz zuvor, hieß es in einer Nachrichtensendung.

12:01 Uhr

Wadephul mahnt israelischen Kollegen

Außenminister Johann Wadephul hat seinen israelischen Kollegen Gideon Saar nach Angaben eines Sprechers in einem Gespräch aufgefordert, “dass sich Israel auf die notwendige Selbstverteidigung gegen Hisbollah beschränkt und nicht darüber hinausgeht”. Ziel müsse es sein, in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln.

11:59 Uhr

Russland nennt Waffenruhe “sehr wichtig”

Russland hat die verkündete Waffenruhe zwischen den USA und Iran begrüßt. Die russische Regierung begrüße “die Entscheidung, nicht weiter den Weg der bewaffneten Auseinandersetzung zu beschreiten”, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Besonders der Verzicht auf weitere Angriffe auf zivile Ziele sei aus Sicht Moskaus “sehr wichtig”.

11:56 Uhr

VAE melden Beschuss trotz Waffenruhe

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben trotz der eingetretenen Waffenruhe im Iran-Krieg iranischen Raketenbeschuss auf das Land gemeldet. Die Luftabwehr sei aktiviert worden, hieß es. Die Emirate machten zunächst keine Angaben dazu, wo genau sich der gemeldete iranische Angriff ereignet habe.

11:52 Uhr

VAE sehen sich als Sieger

Nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate geht ihr Land als Sieger aus dem Konflikt hervor. Der Berater des Präsidenten der Emirate, Anwar Gargasch, schrieb auf X, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten in einem Krieg triumphiert, den man unbedingt habe vermeiden wollen und das Land erfolgreich verteidigt. Die Golfstaaten waren in den vergangenen Wochen immer wieder unter Beschuss aus Iran geraten.

11:51 Uhr

Auch Saudi-Arabien erleichtert

Auch aus Saudi-Arabien kommen positive Reaktionen auf die aktuellen Entwicklungen. Das Außenministerium erklärte auf X, man werde die Vermittlungsbemühungen Pakistans unterstützen. Das ölreiche Königreich betonte zudem, es sei wichtig, die Straße von Hormus für die Schifffahrt offenzuhalten.

11:40 Uhr

Klingbeil lädt trotz Waffenruhe zu Energiepreis-Gipfel

Vizekanzler Lars Klingbeil lädt Wirtschaft und Gewerkschaften trotz der zwischen USA und Iran ausgehandelten Öffnung der Straße von Hormus zu einem Energiepreis-Krisengipfel ein. Das Treffen sei für Freitag geplant, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums.

11:33 Uhr

Papst begrüßt Waffenstillstand

Papst Leo XIV. hat die Waffenruhe begrüßt und zum Gebet für die Verhandlungen aufgerufen. Bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz sagte er unter dem Beifall Zehntausender Menschen: “Ich begrüße die Nachrichten über den für die Dauer von zwei Wochen vereinbarten Waffenstillstand. Nur durch Verhandlungen kann ein Ende der Feindseligkeiten erreicht werden.” Er hoffe, dass die Bereitschaft zum Dialog dazu beitragen kann, auch andere Konfliktsituationen in der Welt zu lösen. Ungewohnt scharf hatte der Papst am Dienstagabend die Vernichtungsdrohung von US-Präsident Donald Trump gegen Iran verurteilt.

11:25 Uhr

Iran meldet Explosionen am Persischen Golf

Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die halbstaatliche Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt. Auch auf der Insel Sirri sei es zu Explosionen gekommen, wie Mehr weiter berichtete. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer “Reue bringenden Antwort” reagieren, hieß es in dem Bericht.

11:18 Uhr

Türkei dringt auf vollständige Umsetzung der Waffenruhe

Die Türkei begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg und dringt auf eine vollständige Einhaltung. “Wir betonen die Notwendigkeit der vollständigen Umsetzung dieser befristeten Waffenruhe vor Ort und erwarten, dass alle Parteien die getroffene Vereinbarung einhalten”, teilte das Außenministerium in Ankara mit. Der Weg zu einem dauerhaften Frieden könne nur durch Dialog erreicht werden. Man werde die Verhandlungen in Islamabad weiter nach Kräften unterstützen.

11:12 Uhr

Reedereien: Schifffahrt weiter beeinträchtigt

Sechs Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd sitzen nach Angaben des Unternehmens weiterhin im Persischen Golf fest. Die Schifffahrt sei derzeit noch stark beeinträchtigt und für das Unternehmen entstünden vor allem durch Umleitungen hohe Kosten, die auch an die Kunden weitergegeben werden müssten, sagte Konzernchef Rolf Habben Jansen. “Wir hoffen, in den nächsten Monaten zur Normalität zurückkehren zu können.”

Der Persische Golf und seine Anrainerstaaten.

Die dänische Reederei Maersk will den Normalbetrieb in der Straße von Hormus vorerst nicht wieder aufnehmen. Man verfolge einen vorsichtigen Ansatz und nehme zunächst keine Änderungen an bestimmten Diensten vor, teilte der Schifffahrtskonzern mit. Die Waffenruhe biete noch keine vollständige Sicherheit für die Seefahrt. Maersk hatte im vergangenen Monat Buchungen für viele Häfen in der Golfregion ausgesetzt.

11:05 Uhr

“Erleichterung” und “Skepsis” in Irans Bevölkerung

Die Ankündigung einer Waffenruhe hat in der Bevölkerung Irans Erleichterung ausgelöst, sagt ARD-Korrespondentin Katharina Willinger. Die vorherigen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hätten viele Menschen sehr besorgt. Gleichzeitig herrsche jetzt Skepsis bezüglich der Erfolgsaussichten weiterer Verhandlungen zwischen den USA und Iran.

10:58 Uhr

Peking: Haben Vermittlungen durch Pakistan unterstützt

China hat die Waffenruhe begrüßt. Die Volksrepublik habe die Vermittlungsbemühungen durch Pakistan und andere Länder unterstützt, sagte Außenamtssprecherin Mao Ning. China hoffe, dass alle Seiten zusammenarbeiten, um eine baldige Wiederaufnahme des normalen Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.

Zuvor hatten mehrere Medien berichtet, China habe Iran ermutigt, offen für einen Weg zu einer Feuerpause im Konflikt mit den USA und Israel zu sein. Mao bestätigte dies nicht direkt. Peking gilt als wichtiger Verbündeter Teherans, auch weil China Iran viel Öl abkauft und das von Sanktionen betroffene Land seit Jahren unterstützt.

Irans Botschafter in China äußerte derweil Hoffnung, dass China und andere Länder den Frieden in der Region absichern könnten, wie die South China Morning Post berichtete.

10:46 Uhr

ADAC kritisiert Kartellamt wegen Spritpreisen

Der ADAC hat dem Kartellamt Untätigkeit wegen der weiter steigenden Spritpreise vorgeworfen. “Die Politik hat das Bundeskartellamt mit höheren Befugnissen ausgestattet. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass davon nicht Gebrauch gemacht wird und die Behörden in der Beobachterrolle bleiben”, erklärte der Technik- und Verkehrspräsident des Autoclubs, Karsten Schulze.

Die Tankstellen dürfen seit vergangenem Mittwoch die Spritpreise nur noch einmal am Tag um 12.00 Uhr anheben. Dies war zentraler Bestandteil eines ersten Maßnahmenpakets der Bundesregierung in der Energiekrise. Darin enthalten war auch eine verschärfte Kontrolle durch das Kartellamt. Das Preisniveau stieg seitdem jedoch weiter.

10:42 Uhr

Macron: 15 Länder für Mission in Straße von Hormus

Frankreich will mit weiteren Staaten den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus wieder ermöglichen. Rund 15 Länder seien derzeit mobilisiert und beteiligten sich unter der Führung Frankreichs an der Planung, sagt Präsident Emmanuel Macron. Ziel sei die Umsetzung einer “rein defensiven Mission” in Abstimmung mit Iran, um den Schiffsverkehr nun wieder aufzunehmen. Durch die Meerenge geht normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öltransportes.

10:39 Uhr

Spanien kritisiert USA wegen Kriegsbeginn

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hat die Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe begrüßt, kritisierte aber zugleich die USA wegen des Beginns des Krieges mit Iran. “Die spanische Regierung wird nicht jenen applaudieren, die die Welt in Brand stecken, nur weil sie dann mit einem Eimer auftauchen”, schrieb Sanchez auf X, ohne die US-Regierung zu nennen. Eine Waffenruhe sei immer eine willkommene Nachricht. Die kurzzeitige Erleichterung dürfe jedoch nicht “das Chaos, die Zerstörung und die verlorenen Menschenleben” vergessen machen.

10:33 Uhr

Irak öffnet Luftraum wieder für Flugverkehr

Der Irak hat seinen Luftraum wieder geöffnet. Die Lage habe sich stabilisiert und die Bedingungen seien wieder normal, teilte die irakische Zivilluftfahrtbehörde mit. Mit sofortiger Wirkung dürften alle zivilen Flüge wieder aufgenommen werden, einschließlich Überflüge und Start- und Landungen auf irakischen Flughäfen.

10:32 Uhr

Afrikanische Union: Diplomatie entsprechend UN-Charta einziger Weg

Die Afrikanische Union (AU) sieht die angekündigte Waffenruhe im Iran-Krieg als wichtige Chance, das Leid von Zivilisten in von dem Konflikt betroffenen Ländern zu lindern. Der Vorsitzende der Kommission der AU, Mahmoud Ali Youssouf, erklärte, die Vereinbarung zeuge von lobenswerter Führung und dem gemeinsamen Engagement für die Deeskalation, die die Afrikanische Union seit Langem fordere. Diplomatie auf Grundlage der Charta der Vereinten Nationen sei weiterhin der einzig gangbare Weg zur Lösung internationaler Krisen, betonte er.

10:26 Uhr

Israels Militär: Haben Angriffe auf Iran eingestellt

Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffe auf Iran eingestellt. Es folge damit der Anweisung der politischen Führung Israels nach der Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und Iran, teilt das Militär mit.

Es sei weiterhin in höchster Alarmbereitschaft und bereit, auf jede Verletzung der Waffenruhe zu reagieren. Der Kampfeinsatz gegen die Hisbollah im Libanon werde hingegen fortgesetzt, teilt das israelische Militär mit.

09:56 Uhr

Europäischer Erdgaspreis sinkt deutlich

Der Preis für europäisches Erdgas ist nach der Waffenruhe-Vereinbarung deutlich gefallen. Die maßgeblichen Future-Kontrakte fielen um bis zu 20 Prozent. Das bedeutet den größten Tagesverlust seit mehr als zwei Jahren.

An der Börse in Amsterdam sank die Notierung für den richtungsweisenden Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat zuletzt um 17 Prozent auf 44,13 Euro je Megawattstunde (MWh). Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran vor mehr als fünf Wochen war der Gaspreis auf bis zu 74 Euro geklettert.

09:54 Uhr

Neuseelands Regierungschef: Waffenruhe “unglaublich ermutigend”

Der neuseeländische Ministerpräsident Christopher Luxon hat sich erleichtert über die angekündigte Waffenruhe gezeigt. Nach Wochen in einem destabilisierenden Konflikt sei das eine “unglaublich ermutigende” Nachricht. “Die Ereignisse der letzten sechs Wochen waren unglaublich destabilisierend und zutiefst besorgniserregend für die Welt.” Der Nahostkonflikt betreffe “jedes Land der Welt, einschließlich Neuseeland”.

09:50 Uhr

Von der Leyen: Verhandlungen entscheidend

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe zwischen den USA und Iran. “Sie sorgt für die dringend benötigte Deeskalation”, sagt sie. Zudem sei es entscheidend, dass die Verhandlungen für eine dauerhafte Lösung fortgesetzt würden.

09:41 Uhr

Macron: Waffenruhe muss auch Libanon umfassen

Der französische Präsident Emmanuel Macron begrüßt die Waffenruhe zwischen den USA und Iran, fordert aber eine Ausweitung auf den Libanon. Die Verkündung der Waffenruhe sei “eine sehr gute Sache”, sagt Macron. Es sei auch gut, dass Iran an der Öffnung der Straße von Hormus arbeite.

Die Lage im Libanon bleibe aber kritisch. Der Libanon müsse in die Vereinbarung mit einbezogen werden.

09:39 Uhr

Kallas: “Schritt zurück vom Abgrund”

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnet die Waffenruhe zwischen den USA und Iran als einen “Schritt zurück vom Abgrund nach Wochen der Eskalation”. Dies schaffe die dringend benötigte Gelegenheit, Drohungen abzuschwächen, den Raketenbeschuss zu beenden, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie auf dem Weg zu einer dauerhaften Einigung zu schaffen, schreibt sie auf X.

Kallas teilt zudem mit, sie habe mit dem pakistanischen Außenminister Mohammad Ishaq Dar gesprochen. Die Tür für eine Vermittlung müsse offen bleiben, da die eigentlichen Ursachen des Konflikts ungelöst blieben. Das Thema wolle sie auch bei ihrer heutigen Reise nach Saudi-Arabien erörtern.

09:26 Uhr

Israels Oppositionsführer wirft Netanjahu Versagen vor

Israels Oppositionsführer hat dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nach der angekündigten Waffenruhe im Iran-Krieg vorgeworfen, gescheitert zu sein. “Netanjahu hat politisch versagt, strategisch versagt und kein einziges der Ziele erreicht, die er sich selbst gesetzt hatte”, schrieb Jair Lapid auf X. “In unserer gesamten Geschichte hat es noch nie eine solche politische Katastrophe gegeben.”

Lapid schrieb weiter: “Israel saß nicht einmal mit am Tisch, als Entscheidungen getroffen wurden, die den Kern unserer nationalen Sicherheit betreffen”. Netanjahu sei arrogant und nachlässig gewesen und habe nicht strategisch geplant. Es werde Jahre dauern, “den politischen und strategischen Schaden zu beheben”.

09:19 Uhr

Oman, Ägypten, Irak drängen auf Diplomatie

Mehrere arabische Staaten haben die Einigung auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus begrüßt, dringen aber auf weitere Diplomatie. Es sei nun wichtig, die Bemühungen zu intensivieren, um Lösungen zu finden, die die Krise an der Wurzel packten, teilte das Außenministerium des Golfstaats Oman mit.

Auch Ägypten dringt auf weitere Verhandlungen. Das Aussetzen der US-Militäroperationen sei eine wichtige Chance, die genutzt werden sollte, um Raum für Diplomatie und einen konstruktiven Dialog zu schaffen, teilte das Außenministerium in Kairo mit. Der Irak erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur INA zufolge, die Waffenruhe trage dazu bei, Spannungen in der Region abzubauen, man unterstütze alle weiteren Bemühungen für Dialog.

09:13 Uhr

Reuters: Hisbollah setzt Angriffe auf Nordisrael aus

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Insidern zufolge in den frühen Morgenstunden im Rahmen der Waffenruhe im Iran-Krieg ihre Angriffe auf Nordisrael und israelische Truppen im Libanon ausgesetzt. Das teilt die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf drei Insider aus dem libanesischen Umfeld der Hisbollah mit.

Israel hat seine Angriffe auf den Südlibanon fortgesetzt und eine neue Evakuierungsanordnung für eine südliche Stadt erlassen. Zuvor hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, dass die Waffenruhe zwischen Iran und den USA den Libanon nicht einschließe.

08:57 Uhr

Britischer Premier vor Nahost-Reise: “Moment der Erleichterung”

Der britische Premierminister Keir Starmer spricht nach der Einigung auf eine Waffenruhe von einem Moment der Erleichterung. “Zusammen mit unseren Partnern müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um diese Waffenruhe zu unterstützen und aufrechtzuerhalten”, schrieb Starmer auf X. Die temporäre Waffenruhe müsse nun in ein “dauerhaftes Abkommen” übergehen.

Der Premier wird noch heute in die Golfregion reisen, wie die Downing Street ankündigte. Dort werde Starmer mit Staats- und Regierungschefs der Verbündeten in der Region über diplomatische Bemühungen zur Aufrechterhaltung der Waffenruhe sprechen. Dabei soll es demnach auch um “konkrete Maßnahmen” zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus gehen. Die Reise Starmers wurde nach Angaben der Downing Street noch vor der Ankündigung der Waffenruhe geplant.

08:40 Uhr

“Massiver Einfluss von Vermittlern”

Vor der Ankündigung einer Waffenruhe habe es massiven Einfluss von Vermittlern gegeben, erklärt ARD-Korrespondentin Katharina Willinger im Morgenmagazin: “Von der Türkei, allen voran natürlich Pakistan, aber auch aus Peking.” China habe als enger Verbündeter Irans über Pakistan wohl massiven Druck auf das Regime in Teheran ausgeübt, sich auf die zweiwöchige Waffenruge einzulassen.

08:28 Uhr

Indonesien, Malaysia, Südkorea begrüßen Feuerpause

Regierungen in Asien haben sich erleichtert über die angekündigte Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gezeigt. Die Sprecherin des indonesischen Außenministeriums, Yvonne Mewengkang, sagte, die Regierung in Jakarta werde stets alle konstruktiven diplomatischen Bemühungen unterstützen, einschließlich solche, die zu einer dauerhafteren Lösung führen könnten. Der Schutz der Zivilbevölkerung habe dabei oberste Priorität.

Der malaysische Ministerpräsident Anwar Ibrahim erklärte, die Feuerpause sei ein gutes Zeichen für die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität, nicht nur in der Region, sondern auch weltweit. Das südkoreanische Außenministerium lobte Vermittlungsbemühungen Pakistans und forderte eine rasche Wiederherstellung von Frieden und Stabilität. Zugleich erklärte Seoul, es erwarte eine “schnelle und sichere” Wiederaufnahme der freien Durchfahrt aller Schiffe durch die Straße von Hormus.

08:17 Uhr

Waffenruhe sorgt für Gewinne an den Börsen

Nach der angekündigten Waffenruhe sind die Kurse an den Börsen weltweit kräftig gestiegen. Auch für den deutschen Aktienhandel wird mit massiven Aufschlägen gerechnet. Der Broker IG taxiert den Deutschen Aktienindex (DAX) auf bis zu 24.112 Punkte. Damit würde er seine exponentielle 200-Tage-Linie zurückerobern – ein viel beachtetes Trendbarometer.

08:08 Uhr

Merz dankt Pakistan und begrüßt Waffenruhe

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt die Waffenruhe und dankt Pakistan für die Vermittlung. “Die Bundesregierung begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe, auf die sich die Vereinigten Staaten und Iran in der Nacht verständigt haben. Sie dankt Pakistan für die Vermittlung dieser wichtigen Vereinbarung”, so Merz laut einer Mitteilung der Bundesregierung.

Nun müsse das Ziel sein, “in den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln”. Dies werde sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen. “Entsprechende Verhandlungen dienen dem Schutz der iranischen Zivilbevölkerung und der Sicherheit in der Region; sie können eine schwere weltweite Energiekrise abwenden.” Die Bundesregierung unterstütze diese diplomatischen Bemühungen und stehe dazu in engem Austausch mit den USA und anderen Partnern. “Deutschland wird in geeigneter Weise dazu beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten”, so die Mitteilung weiter.

07:45 Uhr

Wadephul begrüßt Waffenruhe

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich erleichtert über die Ankündigung einer Waffenruhe im Iran-Krieg gezeigt: “Endlich eine frohe Botschaft”, schrieb er auf X. “Ich begrüße die Entscheidung der Kriegsparteien.” Dabei bedankte er sich ausdrücklich bei Pakistan. Das Land hatte sich als Vermittler um die Waffenruhe bemüht.

“Dies muss der entscheidende erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung sein, denn die Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar”, so Wadephul weiter. “Diesen Weg der Diplomatie” werde Deutschland “nach Kräften” unterstützen.

06:58 Uhr

Trump: Es wird viel Geld verdient werden

US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Einigung mit Iran mit einem großen wirtschaftlichen Gewinn. “Es wird viel Geld verdient werden”, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. “Ein großer Tag für den Weltfrieden! Iran will es, sie hatten genug! Und alle anderen auch!” Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus helfen.

Iran könne jetzt mit dem Wiederaufbauprozess beginnen, schrieb Trump. Die USA würden vor Ort bleiben, um sicherzustellen, “dass alles gut geht”. Er sei zuversichtlich. “Genau wie wir es in den USA erleben, könnte dies das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens sein!!!”, schloss Trump seinen Post.

06:45 Uhr

IATA-Chef: Erholung bei Kerosin könnte Monate dauern

Auch nach der Öffnung der Straße von Hormus wird es dem Weltverband der Fluggesellschaften IATA zufolge Monate dauern, bis die Versorgung mit Kerosin sich erhole. Er rechne zwar mit einem Rückgang der Rohölpreise, sagt IATA-Chef Willie Walsh in Singapur. Die Kosten für Flugbenzin blieben wegen der Auswirkungen auf die Raffinerien aber wahrscheinlich auf einem erhöhten Niveau. Das träfe neben Kerosin auch auf andere Produkte zu.

06:39 Uhr

Raketenalarm in Bahrain

Nur Stunden nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Iran-Krieg ist in Bahrain vor Raketenbeschuss gewarnt worden. Das Innenministerium des Inselkönigreichs gab eine entsprechende Mitteilung heraus. Auch nach Bestätigungen der Feuerpause durch die Konfliktparteien feuerte Iran zunächst noch Raketen auf Israel und andere Staaten ab.

05:56 Uhr

Trump spricht von “vollständigem Sieg”

Die Einigung zwischen den USA und Iran auf eine zweiwöchige Feuerpause ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ein “totaler und vollständiger Sieg” für Washington. “100 Prozent, daran besteht kein Zweifel” sagte er der Nachrichtenagentur AFP in einem Telefoninterview. Von seiner ursprünglichen Drohung über massive Angriffe auf Brücken und Kraftwerke in Iran wollte Trump in dem Gespräch nicht abrücken. “Das werden wir sehen müssen”, sagte er. Vor der Einigung hatte Trump Iran mit der Auslöschung “einer ganzen Zivilisation” gedroht.

Auf die Frage, was mit dem angereicherten Uran Teherans geschehen werde, antwortete Trump: “Darum wird sich bestens gekümmert, sonst hätte ich der Vereinbarung nicht zugestimmt.” Ein Zehn-Punkte-Vorschlag aus Teheran sieht nach Angaben iranischer Staatsmedien vor, dass die USA Iran die Anreicherung von Uran erlauben. Der Westen wirft Iran seit Jahren vor, an einer Atombombe zu arbeiten.

05:52 Uhr

US-Demokraten erneuern Kritik an Trump

Spitzenpolitiker der US-Demokraten haben Präsident Donald Trump erneut für den Krieg in Iran kritisiert – auch nach dessen Ankündigung einer Waffenruhe. Der Minderheitsführer der Partei im Senat, Chuck Schumer, erklärte, Trump sei “zurückgerudert” und suche nun “verzweifelt nach irgendeinem Ausweg aus seinem lächerlichen Geschwafel” von einer vollständigen Vernichtung Irans.

Der demokratische Senator Richard Blumenthal schrieb auf X: “Eine Waffenruhe ist eine gute Nachricht – allerdings nur, weil dieser sinnlose Krieg so schnell wie möglich beendet werden sollte.” Trump könne weiterhin nicht erklären, warum er den Krieg begonnen habe. “Eine Waffenruhe ist für das amerikanische Volk kein Sieg”, fügte Blumenthal hinzu.

05:39 Uhr

UN rufen zu Einhaltung der Feuerpause auf

Nach der Verkündung der Waffenruhe zwischen den USA und Iran fordern die Vereinten Nationen die Kriegsparteien zur Einhaltung der Feuerpause auf. Dies sei nötig, “um den Weg für einen dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen”, teilte Stéphane Dujarric, der Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, mit. Guterres begrüße zwar die zweiwöchige Waffenruhe – zugleich fordere er “alle Konfliktparteien im Nahen Osten auf, ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen”, so Dujarric.

05:16 Uhr

Feuerpause gilt laut israelischer Regierung nicht für Libanon

Israel unterstützt die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, die Angriffe gegen Iran für zwei Wochen auszusetzen, wie das Büro von Premier Benjamin Netanjahu mitteilte. Voraussetzung dafür sei, dass Iran unverzüglich die Straße von Hormus öffnet und alle Angriffe auf die USA, Israel und andere Länder in der Region einstellt. “Die zweiwöchige Waffenruhe gilt nicht für den Libanon”, heißt es in der Mitteilung weiter.

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif hatte zuvor mitgeteilt, die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt.

04:47 Uhr

Demonstration in Teheran

Unterstützer des iranischen Regimes haben nach der Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe in der Hauptstadt Teheran demonstriert. Auf Aufnahmen war zu sehen, wie sie amerikanische und israelische Flaggen verbrannten. Der Nachrichtenagentur AP zufolge riefen die Demonstranten “Tod den USA, Tod Israel”.

In Teheran strömten Regierungsanhänger auf den Revolutionsplatz im Stadtzentrum

03:31 Uhr

Positive Reaktion auf Waffenruhe an den Börsen

Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der angekündigten Waffenruhe in Iran kräftig gestiegen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte um 4,4 Prozent zu. Der südkoreanische Kospi rangierte zeitweise rund 6 Prozent im Plus. Die Börse in Südkorea hat aufgrund der starken Kursbewegung gar vorübergehend den Handel ausgesetzt, um die extreme Volatilität zu dämpfen. Der australische S&P ASX 200 startete den Handelstag mit einem Plus von über 2,6 Prozent ebenfalls positiv.

03:10 Uhr

Ölpreise brechen nach Waffenruhe-Ankündigung ein

Nach der Ankündigung der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg haben die zuletzt stark gestiegenen Ölpreise deutlich nachgegeben. Der Preis für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juni sackte rasant um rund 16 Prozent auf circa 92 US-Dollar (rund 79 Euro) – der niedrigste Wert seit Mitte März. Bei der für den US-Markt wichtigeren Sorte WTI fiel der Preisrückgang mit Auslieferung im Mai ähnlich aus. Die Ölpreise sind momentan der wichtigste Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt.

03:01 Uhr

Offenbar weiterhin Angriffe auf Israel

Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und Iran ist Israel in der Nacht offenbar weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die israelische Nachrichtenseite ynet. Kurz darauf heulten im Zentrum und Süden des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von Explosionen. Die Flugabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren, teilte die israelische Armee auf Telegram mit.

02:17 Uhr

Waffenruhe gilt laut Vermittler Pakistan ab sofort

Dem Vermittler Pakistan zufolge greift die Waffenruhe zwischen Iran und den USA mit sofortiger Wirkung. Die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten von Amerika sowie ihre Verbündeten hätten einer sofortigen Waffenruhe einschließlich im Libanon und andernorts zugestimmt, schrieb Premierminister Shehbaz Sharif auf X.

Sharif lud Delegationen beider Länder für weitere Gespräche am Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus Washington und Teheran über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln sollen. Beide Seiten hätten in den Gesprächen “bemerkenswerte Weisheit und Verständnis” bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und Stabilität eingesetzt. Irans Nachbarland Pakistan hatte im Krieg zwischen Vertretern aus Washington und Teheran vermittelt.

01:34 Uhr

Iranischer Außenminister kündigt Öffnung der Straße von Hormus an

Irans Außenminister hat eine Öffnung der Straße von Hormus im Rahmen einer Waffenruhe angekündigt. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen soll der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, schrieb Abbas Araghtschi in einer Erklärung.

01:30 Uhr

Iran bestätigt zweiwöchige Waffenruhe

Der iranische Nationale Sicherheitsrat hat einer zweiwöchigen Waffenruhe mit den USA zugestimmt. Auch die der Islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte die Einigung. Iran habe den USA einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, der auch die “kontrollierte Durchfahrt” von Schiffen durch die Straße von Hormus beinhaltet, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters iranische Staatsmedien. Verhandlungen über ein längerfristiges Abkommen sollen demnach am Freitag beginnen. Der Beginn von Gesprächen bedeute aber noch kein Ende des Krieges.

01:24 Uhr

Trump kündigt Feuerpause mit Iran an

US-Präsident Donald Trump ist nach eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus öffnet. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit.

Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif habe ihn gebeten, von seinen angedrohten Angriffen auf Irans Stromkraftwerke und andere Infrastruktur abzusehen, schrieb Trump weiter. Er hatte zuvor damit gedroht, den iranischen Energiesektor sowie Brücken zu attackieren, sollte die Führung des Landes keinem Abkommen zustimmen oder die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meerenge öffnen.

01:13 Uhr

Vier Verletzte durch Trümmerteile in Katar

In Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, sind nach Angaben des katarischen Innenministeriums vier Menschen durch herabstürzende Trümmerteile einer iranischen Rakete verletzt worden. Unter den Verletzten befinde sich auch ein Kind, teilte das Ministerium mit.

01:02 Uhr

Iranischer Justizchef fordert schnellere Todesstrafen

Der Chef der iranischen Justiz hat die Gerichte des Landes dazu aufgerufen, schneller Todesstrafen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die USA und Israel zu verhängen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. “Sie müssen die Verhängung von Todesstrafen und die Beschlagnahmung von Besitztümern beschleunigen”, sagte Gholam Hossein Mohseni Ejei während einer im Fernsehen übertragenen Versammlung von ranghohen Justizverantwortlichen.

01:00 Uhr

Der Liveblog vom Dienstag zum Nachlesen

Pakistans Premierminister Sharif hat US-Präsident Trump aufgerufen, sein Ultimatum an Iran um zwei Wochen zu verlängern. Die USA und Iran wollen den Vorschlag prüfen. Papst Leo XIV. verurteilt die Drohung Trumps gegen Iran.

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