Dank Sonderregeln sollen Fans die Fußball-WM live erleben können, auch wenn die Spiele in Deutschland in der Nacht stattfinden. Das Kabinett hat Ausnahmen vom Lärmschutz beschlossen. Die letzte Entscheidung liegt aber vor Ort.
Fußball-Fans können sich auch während der diesjährigen Weltmeisterschaft auf Public-Viewing-Veranstaltungen freuen. Das Bundeskabinett hat die nötigen Ausnahmen von den normalerweise geltenden Lärmschutzregeln beschlossen. Damit werden öffentliche Übertragungen von Spielen auch nach 22 Uhr möglich – falls die Länder im Bundesrat auch noch zustimmen. Davon ist aber auszugehen.
“Städte und Gemeinden haben damit die Möglichkeit, dass Public-Viewing-Veranstaltungen trotz Zeitverschiebung genehmigt werden können – hoffentlich sogar bei einem Finale am 19. Juli mit deutscher Beteiligung”, sagte der für Lärmschutz zuständige Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD).
Viele Spiele in der Nacht
Die Fußball-Weltmeisterschaft findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Die Behörden vor Ort müssen bei ihren Entscheidungen zum Public Viewing zwischen dem öffentlichen Interesse an der Übertragung der Spiele und dem Schutzbedürfnis der Nachbarschaft in Bezug auf Lärm abwägen. Vergleichbare Verordnungen gab es den Angaben zufolge seit der Fußball-WM 2006.
Anders als bei früheren Events sei der Anteil der Spiele, die während der Nachtzeit stattfinden, besonders hoch, teilte das Umweltministerium mit. Als Nachtzeit gelte in Deutschland der Zeitraum von 22 Uhr Uhr bis 6 Uhr Uhr.
DFB beginnt am 14. Juni gegen Curaçao
Die vier häufigsten Anstoßzeiten seien 21 Uhr (19 Spiele), 3 Uhr (12 Spiele), 22 Uhr (10 Spiele) und Mitternacht (9 Spiele).
Das erste Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao beginnt um 19 Uhr, die beiden Spiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador jeweils um 22 Uhr. Das Finale und die Halbfinale starten um 21 Uhr, das Spiel um Platz 3 um 23 Uhr.

