Krieg im Nahen Osten: Israel will Libanon bis Litani-Fluss kontrollieren

Krieg im Nahen Osten: Israel will Libanon bis Litani-Fluss kontrollieren

Stand: 24.03.2026 • 13:05 Uhr

Israels Verteidigungsminister hat angekündigt, die Kontrolle über libanesisches Gebiet bis zum Litani-Fluss übernehmen zu wollen. Bewohner des Gebiets im Südlibanon könnten erst zurückkehren, wenn die Hisbollah besiegt sei.

Israel will nach Angaben des Verteidigungsministers bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. “Alle Brücken über den Litani, die von der Hisbollah für den Transport von Kämpfern und Waffen genutzt wurden, wurden gesprengt”, sagte Israel Katz nach Angaben seines Büro bei einer Beratung mit Militärs in Tel Aviv.

Die israelische Armee werde nun die Kontrolle über die übrigen Brücken und das Gebiet bis zum Litani, das er als “Sicherheitszone” bezeichnet, übernehmen.

Katz: Bewohner können nicht zurückkehren

Die Bodentruppen würden weiter in den Libanon vorstoßen, um gegen die mit Iran verbündete libanesische Hisbollah-Miliz vorzugehen, kündigte Katz an. Wo im Libanon die israelischen Truppen genau stehen, ist unklar, da Israel keine Angaben dazu macht.

Hunderttausende Bewohner des Südlibanon, die nach Norden geflohen waren, können Katz zufolge nicht in das Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückkehren. Dass sei erst wieder möglich, wenn “die Sicherheit der Bewohner des Nordens gewährleistet ist”, sagte er mit Bezug auf den Norden Israels.

Smotrich fordert neue Grenze

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hatte sich gestern dafür ausgesprochen, das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon zu einer “sterilen Sicherheitszone” zu machen. Der Litani-Fluss müsse Israels neue Grenze zum Libanon darstellen, forderte er.

Nach einem etwa einjährigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah war im November 2024 eine Waffenruhe vereinbart worden. Die Vereinbarung sah auch vor, dass sich die Hisbollah hinter den Litani-Fluss etwa 30 Kilometer nördlich der israelisch-libanesischen Grenze zurückzieht. Beide Seite warfen sich aber regelmäßig Verstöße vor.

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