Wolfgang Kubicki möchte künftig die FDP anführen. Damit fordert der Parteivize beim Parteitag im Mai den nordrhein-westfälischen FDP-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Höne und Amtsinhaber Dürr heraus.
Der frühere Bundestagsvizepräsident und stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki will beim Parteitag Ende Mai als neuer Parteivorsitzender der Liberalen kandidieren. “Ich will eine Partei, die mit neuem Selbstbewusstsein die politischen Debatten in diesem Land anführt, statt ihnen hinterherzulaufen”, teilte Kubicki auf X mit.
“Deutschland wartet nicht auf eine FDP, die sich in akademischen Diskussionen verzettelt, sondern auf eine, die dieses Land groß gemacht hat: klar im politischen Inhalt und ebenso klar in der Sprache. Für die Freiheit.” Zuvor hatte Bild am Sonntag berichtet.
Auch Dürr und Höne kandidieren
In der FDP ist seit den Wahlpleiten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eine Führungsdebatte entbrannt. Der Bundesvorstand hatte beschlossen, beim Parteitag in Berlin Ende Mai geschlossen zurückzutreten. Allerdings erklärte Parteichef Christian Dürr auch, beim Parteitag wieder kandidieren zu wollen. Auch der nordrhein-westfälische Landes- und Fraktionschef Henning Höne will kandidieren.
Kubicki werde den Delegierten in Berlin “ein Angebot machen, bei dem sie sicher sein können: Ich werde alles tun, die Partei wieder erfolgreich zu machen”, sagte der 74-Jährige der Bild am Sonntag. Generalsekretär soll nach Informationen der Zeitung der bayerische FDP-Politiker Martin Hagen werden.
