Lufthansa-Flugbegleiter streiken erneut am Mittwoch und Donnerstag

Lufthansa-Flugbegleiter streiken erneut am Mittwoch und Donnerstag

Stand: 13.04.2026 • 18:53 Uhr

Die Streiks bei der Lufthansa gehen weiter. Die Kabinengewerkschaft UFO hat die Flugbegleiter für Mittwoch und Donnerstag erneut zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Heute und morgen streiken bereits die Piloten des Konzerns.

Passagiere der Lufthansa müssen sich auf weitere Streiks einstellen. Die Kabinengewerkschaft UFO hat die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von Lufthansa und Cityline für Mittwoch und Donnerstag erneut zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Ausstand soll am Mittwoch um 00:01 Uhr beginnen und am Donnerstag kurz vor Mitternacht enden.

UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger sagte, es gebe keinen besseren Ort des Protests als den geplanten Festakt zum 100. Jahrestag der ersten Lufthansa mit Bundeskanzler Friedrich Merz an diesem Mittwoch. “Wenn sich das Management gemeinsam mit der Bundespolitik für 100 Jahre Lufthansa feiert, dann werden wir genau dort sichtbar machen, unter welchen Bedingungen die Arbeitgeberseite funktioniert – und auf wessen Rücken aktuelle Entscheidungen ausgetragen werden”, sagte Vázquez Bürger.

Piloten streiken bereits

Erst am vergangenen Freitag waren wegen eines Streiks des Kabinenpersonals zahlreiche Flüge ausgefallen. Heute und morgen sorgt zudem ein Ausstand der Pilotinnen und Piloten dafür, dass viele Maschinen am Boden bleiben.

Eine Reaktion der Lufthansa auf den erneuten Streik des Kabinenpersonals gibt es noch nicht. Vor dem Ausstand der Piloten hatte der Konzern mitgeteilt, man arbeite “mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für unsere Fluggäste so gering wie möglich zu halten” und “so viele Flüge wie möglich von anderen Airlines der Lufthansa Group und Partner-Airlines durchführen zu lassen”.

Auf Basis eines Sonderflugplans sollte heute und morgen rund jeder dritte Kurzstreckenflug und jeder zweite Langstreckenflug planmäßig stattfinden, sagte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur AFP. Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings, wo die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu einem eintägigen Streik aufgerufen hatte, liege die Quote bei rund 60 Prozent.

Der Streik der Piloten bei den Teilgesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline hatte kurz nach Mitternacht begonnen und soll am morgen kurz vor Mitternacht enden. Bei Eurowings sind nur an diesem Montag alle Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen. Die Pilotengewerkschaft fordert Verbesserungen bei der betrieblichen Altersvorsorge der Piloten und kritisiert fehlende Gesprächsbereitschaft der Lufthansa.

Konzern nennt Forderungen “absurd und unerfüllbar”

Der Konzern kritisierte den Streikaufruf der Pilotengewerkschaft deutlich. Die Kernforderung “nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge ist absurd und unerfüllbar”, erklärte das Unternehmen.

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