Neues Tief bringt Glatteis in ganz Deutschland

Neues Tief bringt Glatteis in ganz Deutschland

Stand: 11.01.2026 14:50 Uhr

Nach Sturmtief “Elli” zeigt sich der Sonntag vielerorts sonnig – doch schon in der kommenden Nacht droht verbreitet Glätte durch gefrierenden Regen. Betroffen sind laut Deutschem Wetterdienst diesmal fast alle Teile Deutschlands.

Nach dem sonnigen Sonntag droht ein neues Wetterchaos. Ab etwa Mitternacht erreichen Schnee und später Regen den Westen Deutschlands, warnt der Deutsche Wetterdienst DWD. Die Niederschläge erreichen bis zum Morgen etwa eine Linie Schleswig-Harz-Allgäu. Da es weiterhin eiskalt ist, müsse verbreitet mit Glätte gerechnet werden. Der Regen gefriere in der Frostluft oder auf den gefrorenen Böden. Folge sei eine “überregional unwetterartige Glatteislage”.

In Bayern erst ab Dienstag Entspannung

Das Tief “Gunda” breitet sich laut DWD im Tagesverlauf bis nach Niederbayern sowie Oder und Neiße im Osten aus. Vor allem in Bayern dauere die brisante Lage regional bis in den Dienstag hinein an. Dort sei mit teils massiven Auswirkungen zu rechnen. Im Westen dagegen soll sich die Situation bei Plusgraden schon ab den Mittagsstunden entspannen.

Glatteis erreicht Osten mit Verzögerung

Weit im frostig bleibenden Osten kommt die Front den Prognosen zufolge kaum noch an. Damit sei die Gefahr jedoch nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Denn hier komme ein zweiter Schub an Niederschlag spätestens in der Nacht zum Dienstag an und bringe ebenso teils unwetterartiges Glatteis mit sich.

Am Dienstag soll es in Südostbayern und von Vorpommern über Brandenburg bis zur Lausitz noch immer gefrierenden Regen geben. Erst im Tagesverlauf lässt er laut DWD nach. Ansonsten taut es bei abklingenden Regenfällen und Temperaturen im positiven Bereich.

Abschied vom Winter

Angesichts der Aussichten rät der ADAC, auf unnötige Autofahrten zu verzichten. Gerade bei Blitzeis sollte man das Auto lieber stehen lassen, sagte ein ADAC-Sprecher. Außerdem gelte generell im Winter, bei Autofahrten auf angepasste Geschwindigkeit zu achten und ausreichend Abstand zu halten.

Besonders groß ist die Blitzeis-Gefahr laut ADAC in Wäldern, auf Brücken oder an anderen schattigen Orten, wo die Straße bei frostigen Temperaturen stark abkühlen kann. Das Tückische sei, dass die Eisschicht plötzlich auftrete und kaum zu erkennen sei.

Am Mittwoch wird sich der Winter tagsüber aus Deutschland verabschieden und “die Brechstange wieder einpacken”, heißt es weiter. Richtiges Winterwetter sei dann vorerst nicht mehr in Sicht.

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