Erst das Kabinenpersonal, jetzt die Piloten: Erneut sorgt ein Streik dafür, dass viele Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns am Boden bleiben. Das Unternehmen reagiert mit einem Sonderflugplan – und Unverständnis für die Forderungen.
Erst am vergangenen Freitag waren wegen eines Streiks des Kabinenpersonals zahlreiche Lufthansa-Flüge ausgefallen. Dazu hatte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) aufgerufen. Jetzt sorgt ein Ausstand der Pilotinnen und Piloten dafür, dass viele Maschinen am Boden bleiben.
“Lufthansa arbeitet mit Hochdruck daran, die Auswirkungen für unsere Fluggäste so gering wie möglich zu halten”, erklärte der Konzern. “Wir versuchen, so viele Flüge wie möglich von anderen Airlines der Lufthansa Group und Partner-Airlines durchführen zu lassen.”
Lufthansa stellt Sonderflugplan auf
Auf Basis eines Sonderflugplans könne am Montag und Dienstag rund jeder dritte Kurzstreckenflug und jeder zweite Langstreckenflug planmäßig stattfinden, sagte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur AFP. Bei der Lufthansa-Tochter Eurowings, wo die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) zu einem eintägigen Streik aufgerufen hatte, liege die Quote bei rund 60 Prozent.
Der Streik der Vereinigung Cockpit bei den Teilgesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Cityline hatte kurz nach Mitternacht begonnen und soll am Dienstag kurz vor Mitternacht enden. Bei Eurowings sind nur an diesem Montag alle Abflüge von deutschen Flughäfen betroffen. Die Pilotengewerkschaft fordert Verbesserungen bei der betrieblichen Altersvorsorge der Piloten und kritisiert fehlende Gesprächsbereitschaft der Lufthansa.
Konzern nennt Forderungen “absurd und unerfüllbar”
Der Konzern kritisierte den Streikaufruf deutlich. Die Kernforderung der Gewerkschaft “nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge ist absurd und unerfüllbar”, erklärte das Unternehmen. Passagiere wurden aufgefordert, sich über ihren Flugstatus zu informieren.

