Statistisches Bundesamt: Campingurlaub so beliebt wie nie

Statistisches Bundesamt: Campingurlaub so beliebt wie nie

Stand: 30.03.2026 • 14:54 Uhr

Camping ist in Deutschland beliebter denn je, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts für 2025. Besonders gefragte Ziele waren die Küstenregionen und der Schwarzwald. Die Nachfrage schlägt sich auch in den Preisen nieder.

Ob Caravaning, Wohnwagen oder klassisch mit dem Zelt: Der seit Jahren anhaltende Camping-Boom in Deutschland hat 2025 einen neuen Höhepunkt erreicht. Fast 44,7 Millionen Gästeübernachtungen auf Campingplätzen wurden gezählt – 4,2 Prozent mehr als 2024 und so viele wie noch nie, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Rund jede elfte ‌der insgesamt 497,4 Millionen Gästeübernachtungen im vergangenen Jahr entfiel damit ‌auf einen Campingplatz. Das Ergebnis von 2019 wurde um fast ein Viertel übertroffen.

“Mit Ausnahme der von Reisebeschränkungen und Beherbergungsverboten geprägten Pandemiejahre 2020 und 2021 ist die Zahl der Campingübernachtungen in den vergangenen Jahren nahezu kontinuierlich gestiegen”, erklärten die Statistiker. Binnen 20 Jahren habe sie sich mehr als verdoppelt.

Ostsee an der Spitze

Die mit Abstand beliebteste Campingregion blieb 2025 die Ostseeküste mit 3,4 Millionen Übernachtungen in Schleswig-Holstein und 3,1 Millionen in Mecklenburg-Vorpommern. Auf den weiteren Plätzen folgen der Schwarzwald mit 2,6 Millionen und die niedersächsische Nordseeküste mit 2,0 Millionen. Bei ausländischen Besuchern sind besonders die grenznahen Regionen im Südwesten Deutschlands beliebt, berichtet das Statistikamt weiter.

Deutschland überzeuge mit einer gut ausgebauten Infrastruktur, hoher Sicherheit und einer großen landschaftlichen Vielfalt, wie das Fachmagazin pro mobil herausstellt. Allerdings stießen viele beliebte Urlaubsregionen wie die Ostseeküste oder der Schwarzwald zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.

Ein teures Vergnügen

Die hohe Nachfrage treibt jedoch die Preise, die in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gestiegen sind: 2025 kosteten Übernachtungen auf einem Wohnmobilstellplatz laut Statistischem Bundesamt 32,2 Prozent mehr als im ersten Pandemiejahr 2020.

Etwas moderater fiel der Preisanstieg bei der Campingplatzgebühr mit 28,7 Prozent aus. Zum Vergleich: Über alle Formen von Unterkünften hinweg haben sich Übernachtungen im selben Zeitraum um 26,9 Prozent verteuert, während die Verbraucherpreise um 21,9 Prozent stiegen.

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