Ukraine und Russland melden Verstöße gegen Feuerpause

Ukraine und Russland melden Verstöße gegen Feuerpause

Stand: 11.04.2026 • 22:44 Uhr

Eigentlich sollte zwischen der Ukraine und Russland eine Feuerpause bis Sonntagabend gelten. Doch schon kurz nach Inkrafttreten meldeten beide Seiten Verstöße.

Bereits wenige Stunden nach Inkrafttreten einer Feuerpause zum orthodoxen Osterfest hat Russland nach ukrainischen Angaben Hunderte Male dagegen verstoßen. Seit 16 Uhr seien 469 Verstöße gegen die Waffenruhe registriert worden, erklärte der Generalstab der ukrainischen Armee. Es habe unter anderem 22 direkte Angriffe sowie 153 Bombenangriffe gegeben. Zudem seien fast 300 Drohnenangriffe gezählt worden.

Umgekehrt erklärten die Gouverneure der russischen Grenzregionen Kursk und Belgorod, die Ukraine habe trotz der Feuerpause-Vereinbarung angegriffen. Fünf Menschen seien verletzt worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ging in seiner abendlichen Videoansprache nicht auf die Vorwürfe ein. Er bekräftigte vielmehr, dass sich die Ukraine an die Waffenruhe halten werde, und äußerte den Wunsch nach einer Verlängerung.

Beide Seiten lassen jeweils 175 Soldaten frei

Die vereinbarte Feuerpause über das orthodoxe Osterfest war am Samstag um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit) in Kraft getreten und soll bis Sonntagabend gelten. Kurz zuvor hatten Russland und die Ukraine erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie die Behörden mitteilten, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei.

Im vergangenen Jahr hatte Russland ebenfalls eine Feuerpause über Ostern verkündet. Beide Seiten beschuldigten sich anschließend, diese nicht eingehalten zu haben.

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