Mehrere Tote nach russischen Angriffen auf Kiew und Charkiw

Mehrere Tote nach russischen Angriffen auf Kiew und Charkiw

Stand: 15.06.2026 • 04:10 Uhr

Russland hat die Ukraine erneut massiv angegriffen. Mindestens fünf Menschen wurden getötet. In der Hauptstadt Kiew standen Teile des Höhlenklosters in Flammen – ein UNESCO-Weltkulturerbe.

Bei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind mehrere Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew geriet zudem das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Höhlenkloster nach einem direkten Treffer in Brand. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko sprach von einem brutalen Angriff auf das ukrainische Erbe.

Bürgermeister Witali Klitschko teilte auf Telegram mit, mehrere Stadtteile seien getroffen worden. 140.000 Einwohner Kiews seien vorübergehend ohne Strom gewesen. Auch ein Hochhaus sowie mehrere Autos und Häuser hätten durch herabstürzende Drohnentrümmer Feuer gefangen.

Das jahrhundertealte Kiewer Höhlenkloster beherbergt in einem verzweigten unterirdischen Höhlensystem auch mumifizierte Überreste von Geistlichen. Es gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe und steht unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation Unesco. Auf dem Gelände der weltberühmten Pilgerstätte am Fluss Dnipro, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückgehen, befinden sich mehrere Museen.

Fünf Tote in Charkiw

In der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw gab es nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko fünf Tote. Die Rettungskräfte seien bei Löscharbeiten angegriffen worden. Es habe zudem mehrere Verletzte gegeben. In der ostukrainischen Stadt Dnipro wurde ein Mensch verletzt, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha, mitteilte.

Wegen der massiven Angriffe ließ das benachbarte NATO-Land Polen Kampfjets aufsteigen, um, eigenen Angaben zufolge, den Luftraum des Landes zu schützen.

Auch Ukraine greift weiter an

Die russischen Behörden meldeten derweil ukrainische Angriffe. In der Stadt Tula, rund 200 Kilometer südlich von Moskau, wurden nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs Dmitri Miljaew drei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Drei weitere Menschen, darunter ein einjähriges Kind, seien bei dem Angriff auf ein Wohngebiet verletzt worden.

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